Gaggenau: Schüler packen bei Naturschutz an

Gaggenau (galu) – Fünftklässler der Naturpark-Realschule helfen beim Roden der eingewanderten Kermesbeere. Einsatzort war beim Schützenhaus in Ottenau.

Die Fünftklässler unterstützen den Aufwuchs von jungen Tannen beim Schützenhaus in Ottenau. Foto: Lukas Gangl

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Die Fünftklässler unterstützen den Aufwuchs von jungen Tannen beim Schützenhaus in Ottenau. Foto: Lukas Gangl

Gebietsfremde Pflanzen, auch Neophyten genannt, machen sich in ganz Europa in den Wäldern breit. Manche Arten gelten als invasiv, haben also eine negative Auswirkung auf die heimische Flora. So auch die Sträucher der aus Amerika stammenden Kermesbeere. Fünftklässler der Naturpark-Realschule Gaggenau haben ihr jetzt im Stadtwald den Kampf angesagt.

Mitte Juli war Jochen Müller, Förster im Gaggenauer Stadtwald, eine Fläche in der Nähe des Schützenhauses in Ottenau aufgefallen, wo die Kermesbeeren das Wachstum von jungen Tannen stören könnten. Durch den Kontakt zu Dirk Böhmer, Leiter der Garten-AG der Realschule, entstand ein Freiluft-Arbeitseinsatz für 18 Fünftklässler und deren Klassenlehrer Sebastian Knapp.

Die jungen Leute wollen weiter helfen

„Diese Arten werden wir nie wieder los“, beschreibt Müller das Problem mit invasiven Arten. Ein Zurückdrängen sei jedoch möglich und auch nötig. Denn eine – bisher nicht vollständig wissenschaftlich bestätigte – Vermutung sei, dass die Kermesbeere das Keimen und das Wachstum anderer Pflanzen aktiv verhindert, so Müller. Insgesamt mache die Pflanze jedoch derzeit keine größeren Probleme in der Benzstadt. Lediglich der nun bereinigte Bereich am Schützenhaus sei bedenklich, da dort natürliche Waldverjüngung verhindert werde.

Auch beim Bekämpfen von schädlichen Pflanzen ist Nachhaltigkeit angesagt. Die Klasse 5a hat sich deshalb verpflichtet, bis zum Ende ihrer Realschulzeit einmal im Jahr die Fläche beim Ottenauer Schützenhaus zu pflegen.

Ihr Autor

Lukas Gangl

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Erstellt:
21. Juli 2021, 14:46 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 41sec

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