Gaggenau: Wohnen im Sparkassen-Turm?

Gaggenau/Baden-Baden (uj) – Die Sparkasse will sich in ihrem Hochhaus auf das Erdgeschoss konzentrieren. In den Obergeschossen könnten Wohnungen entstehen.

Der Sparkassenturm am Bahnhof. Rechts das marode Parkhaus. Foto: Ulrich Jahn

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Der Sparkassenturm am Bahnhof. Rechts das marode Parkhaus. Foto: Ulrich Jahn

Beschlüsse sind noch keine gefasst worden. Dementsprechend zurückhaltend gibt sich Lothar Volle, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau. Mittlerweile ist es ein offenes Geheimnis, dass ein Großteil der Berater- und Abteilungsbüros im Hochhaus am Gaggenauer Bahnhofsplatz geräumt werden sollen. Dort sollen Wohnungen entstehen.

Bestätigen wollte Volle diese Überlegungen gestern noch nicht. Er verwies auf eine Pressekonferenz am Freitag, 11. Dezember, bei der die Planungen präsentiert werden sollen. Zuvor werde der Verwaltungsrat über diese Thematik sprechen und einen Beschluss fassen. Eine Konzentration der Berater- und Abteilungsbüros soll in Baden-Baden erfolgen. Dennoch wird die Sparkasse an dem traditionellen Standort in der Benz-Stadt festhalten. Als Sparkasse werde man „im Marktbereich vollumfänglich in Gaggenau bleiben“, so Volle. Das Erdgeschoss werde wohl auch künftig für Dienstleistungen der Sparkasse zur Verfügung stehen. Die restlichen fünf Etagen plus Penthouse könnten in Wohnungen umgewandelt werden. Büroflächen sollen in diesen Bereichen nicht angeboten werden, betonte der Vorstandsvorsitzende.

Anhaltende Konzentration auf Baden-Baden

Seit der Fusion der Sparkassen Gaggenau-Kuppenheim und Baden-Baden zum 1. Januar 2009 sind bereits Abteilungen in Baden-Baden konzentriert worden. Andererseits wechselten aber auch Mitarbeiter von Baden-Baden nach Gaggenau, sagte Volle. Er räumte im Gespräch mit dem BT ein, dass seit der Fusion das Personal bei der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau um etwa 20 bis 25 Prozent reduziert worden sei. Filialschließungen und Digitalisierung spielten in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Wie viele Mitarbeiter von den neuesten Überlegungen betroffen wären und nach Baden-Baden wechseln müssten, wollte Volle noch nicht sagen und verwies auf die anstehende Pressekonferenz.

Bereits im Oktober 2018 hatte der Gemeinderat die Aufstellung eines Bebauungsplans „Innenstadt-Bahnhof“ beschlossen. „Wir werden sehr streng vorgeben, dass Gaggenau hier etwas Besonderes will“, sagte Oberbürgermeister Christof Florus seinerzeit. Beim Gebiet „Innenstadt-Bahnhof“, das unter anderem das Sparkassenparkdeck und das Bahnhofsgebäude umfasst, handle es sich um das letzte Filetstück. Das marode Parkdeck soll mittelfristig abgerissen werden. Ein Zeitplan wurde damals nicht beschlossen. Man wollte sich nicht unter Druck setzen, hieß es in der Sitzung. Die Fläche solle hochwertig entwickelt werden, war man sich im Gremium einig.

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Erstellt:
2. Dezember 2020, 18:00 Uhr
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