Gaggenau: Wohnungen für Senioren geplant

Gaggenau (tom) – Ein Neubauprojekt an der Hildastraße nimmt eine weitere Hürde. Der Netto-Markt an der Ecke Luisen-/ Leopoldstraße hingegen schließt Anfang Dezember.

Obere Ansicht: Blick aus Richtung Leopoldstraße auf das Neubauprojekt. Untere Ansicht: das fünfstöckige Gebäude entlang der Hildastraße. Grafik: ASGA

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Obere Ansicht: Blick aus Richtung Leopoldstraße auf das Neubauprojekt. Untere Ansicht: das fünfstöckige Gebäude entlang der Hildastraße. Grafik: ASGA

Nach BT-Informationen ist der Netto-Markt das letzte Mal am 4. Dezember geöffnet. Das Mietverhältnis endet am 31. Dezember. Dies hat die ASGA Verwaltung GmbH + Co. KG bestätigt. Sie ist Eigentümerin der Immobilie. Über eine Folgenutzung sei noch nicht entschieden.

Das Einrichten von 50 bis 60 betreuten Seniorenwohnungen im Großprojekt Carré zwischen Hildastraße und Luisenstraße habe hohe Priorität für die ASGA von Adolf Hans Scherer. Dies betonte Geschäftsführer Peter Fetscher im BT-Gespräch.

Am Montag hatte sich der Gemeinderat mit dem Carré befasst. Der Teilbebauungsplan im beschleunigten Verfahren nach Paragraf 13a des Baugesetzbuchs wurde einstimmig beschlossen. Der Geltungsbereich umfasst den nördlichen Teil des Carrés zwischen Hilda- und Luisenstraße zur Leopoldstraße hin.

Für Irritationen sorgte der Umstand, dass der geplante neue Lebensmittelmarkt wohl später realisiert werden soll. Denn auf Antrag des Bauherrn wurde eine Verlängerung der Baufrist um zwei Jahre gewährt. Im Vorfeld der Sitzung war ein städtebaulicher Vertrag mit dem Vorhabenträger abgeschlossen worden.

Scherer-Stiftung beim Wohnprojekt einbezogen

Es besteht nach wie vor die Verpflichtung zum Beginn des Neubaus für betreutes Wohnen an der Hildastraße binnen drei Jahren nach Inkrafttreten des Bebauungsplans – und zu einer zeitnahen Fertigstellung.

Die Arbeiten für den Neubau des Lebensmittelmarkts für die Nahversorgung müssen demgegenüber nicht mehr nach fünf Jahren, sondern erst nach sieben Jahren nach Inkrafttreten des Bebauungsplans beginnen. Vielleicht wird er auch gar nicht realisiert: „Sofern zwischen Vorhabenträger und Stadt Einvernehmen darüber besteht, dass betriebswirtschaftliche Gründe einer fristgemäßen Umsetzung des Lebensmittelmarkts entgegenstehen, ist unter Einhaltung der Frist für den Beginn der Bauarbeiten eine einvernehmliche Änderung der Art der Nutzung des Neubaus möglich, wobei dafür möglicherweise erforderliche Änderungen des Bebauungsplans eine Zustimmung des Gemeinderats erfordern“, erläuterte die Stadtverwaltung.

Für die ASGA erklärte nun Peter Fetscher: „Adolf Scherer liegt viel daran, dass betreute Wohnen zu realisieren.“ Scherer sei seinem Geburtsort immer noch sehr verbunden, „das ist ihm eine Herzensangelegenheit.“ Ein Großteil der geplanten Wohnungen solle über die gemeinnützige Scherer-Stiftung realisiert werden.

Der Lebensmittelmarkt sei demgegenüber nicht so vordringlich. Wenn man die zwei Projekte zeitlich entkoppele – was nun geschehen sei –, werde dies das Seniorenprojekt beflügeln. „Der Genehmigungsprozess läuft. Baldmöglichst soll mit dem Projekt begonnen werden. Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung ist hervorragend“, versicherte Fetscher.

Im Gemeinderat am Montag wurde nach Anfragen aus dem Gremium deutlich, dass der Kindergarten, der eigentlich im Obergeschoss des Lebensmittelmarkts entstehen sollte, wohl nicht realisiert wird. Oberbürgermeister Christof Florus verwies dabei auf den Kindergartenbedarfsplan: Man müsse davon ausgehen, dass künftig nicht nur ein dreizügiger Kindergarten gebraucht werde. Ein größerer Kindergarten sei aber an dieser Stelle nicht möglich.

Ihr Autor

BT-Redakteur Thomas Senger

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Erstellt:
24. November 2021, 20:30 Uhr
Lesedauer:
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