Gaggenau: Zwei Kindergärten geschlossen

Gaggenau (tom/uj) – Die katholischen Kindergärten St. Marien in der Kernstadt und St. Nikolaus Selbach sind wegen einzelner Corona-Fälle komplett geschlossen worden.

Unser Bild zeigt einen Gruppenraum im Kindergarten St. Marien in Gaggenau. Foto: Katholische Kirchengemeinde/Archiv

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Unser Bild zeigt einen Gruppenraum im Kindergarten St. Marien in Gaggenau. Foto: Katholische Kirchengemeinde/Archiv

Für St. Marien sei bereits am Freitag, 19. März, vom Gesundheitsamt die Schließung verfügt worden. Betroffen sind 118 Kinder und 17 Mitarbeiterinnen. Zuvor waren bei zwei Kindern Mutationen des Coronavirus festgestellt worden. Bei einem weiteren Kind und einer Erzieherin liege das Testergebnis bezüglich Mutationen noch nicht vor, sagte Gabriele Wurster am 22. März. Sie ist Kindergartengeschäftsführerin der Verrechnungsstelle für katholische Kirchengemeinden. Der Kindergarten sei derzeit bis einschließlich 31. März 2021 geschlossen.

Stadt mahnt mehr Rücksichtnahme an

Die zwei positiven Fälle hatten zunächst zur Schließung von vier Gruppen mit insgesamt 72 Kindern und sechs Mitarbeiterinnen geführt. Denn die betroffenen Kinder seien in zwei verschiedenen Gruppen betreut worden. Da es sich um sogenannte Tandemgruppen handelt, sind vier Gruppen in dem Kindergarten betroffen. Bei Tandemgruppen arbeiten je zwei Gruppen zusammen, unter anderem vom Personal her. Anders sei das in Corona-Zeiten nicht möglich.

Im Kindergarten in Selbach war eine Mitarbeiterin positiv getestet worden. Da alle weiteren Bediensteten als Kontaktpersonen gelten und in Quarantäne müssen, ist kein Personal mehr vorhanden. Eine Schließung sei unumgänglich, so Wurster. Bislang seien keine Kindergartenkinder infiziert. St. Nikolaus sei bis einschließlich 30. März 2021 geschlossen.

Wurster appelliert an alle Eltern, höchste Vorsicht walten zu lassen. Denn Erwachsene und auch Kinder könnten bereits ansteckend sein, wenn sie keine Symptome aufweisen.

Bereits vor einigen Tagen hatte Oberbürgermeister Florus „mehr Verantwortungsbewusstsein“ der Eltern angemahnt. „Manche Ansteckung oder Quarantäne könnte verhindert werden, wenn die Menschen etwas vernünftiger wären.“ Das Rathaus appellierte an alle Bürger, sich selbst zu isolieren oder in Quarantäne zu begeben, wenn ein Familienmitglied erkrankt ist. „Die Wahrscheinlichkeit, dass die übrigen Haushaltsmitglieder ebenfalls erkranken, ist sehr hoch.“ Deshalb sollten Kinder von erkrankten Geschwistern oder Eltern nicht weiter in Schule oder Kindergarten gehen.

Ihr Autor

BT-Redakteur Thomas Senger

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Erstellt:
22. März 2021, 22:15 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 54sec

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