Gaggenau wartet auf Verordnung für Bäder

Gaggenau (uj) – Die Gaggenauer Stadtverwaltung hofft, das Waldseebad im Frühsommer eröffnen zu können. Wie der Badebetrieb unter Corona-Bedingungen geregelt werden kann, steht noch nicht fest.

Das neue Waldseebad öffnet eventuell in rund zwei Monaten seine Pforten. Foto: Willi Walter

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Das neue Waldseebad öffnet eventuell in rund zwei Monaten seine Pforten. Foto: Willi Walter

Die Stadt arbeitet zurzeit mit Volldampf auf die Betriebsbereitschaft des Waldseebads hin. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Witterung und Corona dann auch im Frühsommer eine Eröffnung zulassen.

Bürgermeister Michael Pfeiffer hatte unlängst im Gemeinderat geäußert, das Waldseebad im Frühsommer öffnen zu können. „Mein Ziel ist die Inbetriebnahme im Juno“, hatte er gesagt, auch wenn dies ein „sportliches“ Ansinnen sei. Juno, das sind rund zwei Monate. In der Bevölkerung gibt es deshalb einige Fragen. Zum Beispiel: Gibt es ein Konzept, wie der Betrieb im Bad unter Corona laufen kann? Für wie viele Besucher, die zeitgleich in der Einrichtung sein dürfen, ist das Waldseebad konzipiert und wie viele Gäste dürfen unter Corona-Beschränkungen, die es zunächst wohl geben wird, ins Bad?

„Auf all diese Fragen können wir im Moment leider keine Antwort geben, da es aktuell noch kein Öffnungskonzept des Landes für Freizeitanlagen wie Bäder gibt“, heißt es dazu von der städtischen Pressestelle. Angesichts der derzeit rollenden dritten Welle „ist auch aus unserer Sicht nicht mit einer baldigen entsprechenden Verordnung für Bäder zu rechnen“. Bei der Stadt weiß man nicht, ob die Vorgaben ähnlich wie im vergangenen Jahr sein werden.

Möglicherweise 1.000 Besucher zeitgleich

„Da auch wir als Stadtverwaltung noch keine Vorgaben ,von oben‘ haben, sind wir leider gezwungen, abzuwarten – abzuwarten, wie sich die Pandemie-Lage entwickelt und wie Öffnungen aussehen können“, informiert Pressesprecherin Judith Feuerer. Das Bad sei so konzipiert, dass sich (außerhalb der Pandemie) rund 5.000 Besucher in der Einrichtung aufhalten könnten. Würde man die Vorgaben vom vergangenen Jahr für Freibäder übertragen, dann könnten unter Pandemie-Bedingungen „vermutlich etwa 1.000 Personen das Bad besuchen“.

Aktuell gibt es keine konkreten Überlegungen bezüglich der künftigen Nutzungsmöglichkeiten der neuen Freizeiteinrichtung unter Corona-Bedingungen. In die beiden Bäder in Sulzbach und Ottenau durften in der Vorsaison zum Beispiel nur Vereinsmitglieder. In anderen Bädern im Murgtal gab es Schichtbetrieb. Erfahrungen aus anderen kommunalen Bädern im Murgtal brachten laut Feuerer das Ergebnis, dass ein Besucherschichtbetrieb nicht optimal sei. Es habe sich gezeigt, dass sich die Besucherzahl von alleine einpendelt. Der Betrieb in den Freibädern sei unter Corona-Bedingungen zivilisiert abgelaufen. Ein Ansturm war nicht zu verzeichnen. In keinem der beiden Vereinsbäder Sulzbach und Ottenau sei in der vergangenen Saison die Maximalzahl an Besuchern erreicht worden.

Gebührenordnung noch nicht beschlossen

Zu den Eintrittspreisen kann die Stadt momentan auch noch nichts sagen, da die neuen Preise (Gebührenordnung) erst im Rahmen einer neuen Haus- und Badeordnung vom Gemeinderat beschlossen werden müssen. Die Gremien werden sich im Mai damit beschäftigen. Es werde dasselbe Kartensystem wie bisher geben – also Einzeleintritt, Familien-, Zehner- und Saisonkarte. Inwieweit Erwerb und Verkauf von Saisonkarten 2021 sinnvoll sei, „können wir erst beurteilen, wenn die Pandemie-Lage übersichtlicher ist und sich zeigt, wie und wann geöffnet werden darf“. Die „normalen“ Öffnungszeiten bleiben gleich: täglich von 9 bis 20 Uhr.

Ihr Autor

BT-Redakteur Ulrich Jahn

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Erstellt:
16. April 2021, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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