Gaggenauer Drehleiter fürs Unimog-Museum

Gaggenau (wess) – Das Unimog-Museum hat eine neue Dauerleihgabe: ein Drehleiter-Fahrzeug aus dem Jahr 1951.

Überwiegend strahlende Gesichter (von links): Hildegard Knoop, Geschäftsführerin des Unimog-Museums, Karl-Josef Leib, technischer Vorstand Museumsverein, Daniel Müller, technischer Leiter Museumswerkstatt, Vorsitzender Stefan Schwaab, Gerätewart Klaus Knörr, Uwe Schmeiser, Kommandant Werksfeuerwehr, und Werkleiter Thomas Twork. Foto: Michael Wessel

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Überwiegend strahlende Gesichter (von links): Hildegard Knoop, Geschäftsführerin des Unimog-Museums, Karl-Josef Leib, technischer Vorstand Museumsverein, Daniel Müller, technischer Leiter Museumswerkstatt, Vorsitzender Stefan Schwaab, Gerätewart Klaus Knörr, Uwe Schmeiser, Kommandant Werksfeuerwehr, und Werkleiter Thomas Twork. Foto: Michael Wessel

1951 kam nicht nur der Unimog ins hiesige Mercedes-Benz-Werk, sondern aus dem Schwesterwerk Mannheim auch eine Feuerwehr-Drehleiter. Auf Initiative des Kommandanten der Werksfeuerwehr, Uwe Schmeiser, wechselte die Drehleiter nun als Dauerleihgabe ins Unimog-Museum. Das Fahrzeug hatte einen Aufbau der bekannten Feuerwehrgerätefabrik Metz (Karlsruhe) und die Typenbezeichnung 6600 M. Erstzulassung war am 18. Juli 1951, also vor fast genau 70 Jahren.

Drehleiter bis 1993 im Einsatz

Die Drehleiter war fortan der ganze Stolz der Wehr. Bis 1993 war sie im Einsatz, gelegentlich mit ihren 22 Leitermetern auch bei besonderen Anforderungen außerhalb des Werksgeländes. Seither wurde sie immer wieder bei internen Feierlichkeiten oder auch Festen in der Region als Ausstellungsstück genutzt.

Der Standortverantwortliche des Werks, Thomas Twork, brachte bei der Übergabe am Dienstag seine Freude zum Ausdruck, dass nun das Fahrzeug der Allgemeinheit zur Verfügung stehe. Fasziniere doch der Anblick einer solchen Drehleiter nicht nur Kleinkinder, sondern auch Erwachsene. Seinen besonderen Dank sprach er Gerätewart Klaus Knörr aus, der seit 31 Jahren unter anderem diesen Oldtimer gepflegt und instand gehalten hat. Stefan Schwaab versprach als Vorsitzender des Vereins Unimog-Museum, dass die Drehleiter weiterhin gepflegt und somit bei vielen Gelegenheiten beim Unimog-Museum oder auch in der Region zum Einsatz kommen werde. Einen dauerhaften Platz könne sie direkt im Museum nicht finden, da trotz der großzügigen im Bau befindlichen Erweiterung die Ausstellungsfläche für die automobile Geschichte des hiesigen Werks dringend benötigt werde. Auch Schwaab bedankte sich bei den Aktiven der Werksfeuerwehr für diese beispielhafte Initiative.

Klaus Knörr fällt es sichtlich schwer, sich von seinem Schützling zu verabschieden. Foto: Michael Wessel

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Klaus Knörr fällt es sichtlich schwer, sich von seinem Schützling zu verabschieden. Foto: Michael Wessel

Natürlich konnte die Übergabe nicht ohne eine eindrucksvolle Präsentation der Drehleiter durch Gerätewart Klaus Knörr erfolgen. Letztmals startete er selbst deren 90-PS-Motor und fuhr die Drehleiter aus. Ihm ist es sichtlich schwergefallen, sich von seinem Schützling zu verabschieden, hat er sie doch 31 Jahren lang gehegt und gepflegt.

Ihr Autor

Michael Wessel

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Erstellt:
14. Juli 2021, 14:11 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 57sec

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