Gaggenauer Musikernachwuchs zeigt sein Können

Gaggenau (ueb) – Preise und Auszeichnungen gab es in der Jahnhalle für die Teilnehmer des Musikschulwettbewerbs.

Sieben junge Akteure freuen sich in der Jahnhalle über ihre Siegerplatzierungen beim 40. Gaggenauer Musikwettbewerb. Foto: Dagmar Uebel

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Sieben junge Akteure freuen sich in der Jahnhalle über ihre Siegerplatzierungen beim 40. Gaggenauer Musikwettbewerb. Foto: Dagmar Uebel

Eigentlich hätten es fast 80 Teilnehmer des 40. Gaggenauer Musikwettbewerbs verdient gehabt, sich auf der Bühne der Jahnhalle fotografieren zu lassen. So waren es am Sonntag „nur“ sieben Preisträgerinnen und Preisträger, die sich, nur für wenige Minuten maskenlos, gemeinsam ablichten ließen. Und mit ihnen in hinterster Reihe stehend, der Gaggenauer Oberbürgermeister Christof Florus, die Vorsitzende des Fördervereins der Musikschule Elisabeth Gross und der Schulleiter Oliver Grote.

„Alle Teilnehmenden sind Sieger des Wettbewerbs“, betonte der Schulleiter die hohe Wertigkeit des 1979 ins Leben gerufenen Musikwettbewerbs der Gaggenauer Schule für Musik und darstellende Kunst. Am Samstag waren alle musikalischen Vorträge von einer unabhängigen, fachkundigen Jury angehört worden. Das waren in diesem Jahr Rüdiger Müller, Raimonds Spogis und Kilian Ziegler. Sie hatten die schwierige Aufgabe, alle Darbietungen der Solisten nach musikalischen Gesichtspunkten zu bewerten. Die Instrumentalisten, Sängerinnen und Sänger wurden dabei von Daniela Filipova, Oliver Grote und Matthias Barth am Klavier begleitet. Und schnell stand für die Juroren fest: Auch der 40. Gaggenauer Musikwettbewerb zeigte viele musikalische Talente und gut vorbereitete Schüler. Am Sonntag bildete dann das Preisträgerkonzert mit Preisverleihung den festlichen Abschluss.

Dass Kultur auch trotz Durststrecken in Pandemiezeiten weitergehen müsse, wünschte und forderte Christof Florus in seinen kurzen, begrüßenden Worten. Einen Beleg dafür, dass die Gaggenauer Musikkultur keinesfalls auf der Strecke geblieben war, lieferten die Mitwirkenden des Konzerts.

Erstmals Preise des Fördervereins

Die Bestplatzierten der sieben Altersgruppen bewiesen ihr beachtenswertes Können. In der Altersgruppe A1 (bis sieben Jahre) war das Jelena Brkic, die selbstbewusst „Ich bin der Stimmakrobat“ (Uli Führe) sang. Für die Altersgruppe A2 (bis neun Jahre) betrat Simon Weber die Bühne und entlockte seinem Instrument bei „Country Dance“ nach Ludwig van Beethoven bemerkenswerte Posaunentöne. Ihre Altersgruppe A3 (bis elf Jahre) vertrat Isabella Präg am Klavier aufs Beste, als sie „River flows in you“ (Yiruma) intonierte.

Für die Altersgruppe A4 (bis 13 Jahre) nahm Jakob Rahner am Schlagzeug Platz und brachte mit seiner Eigenkomposition „Drum-Solo“ nicht nur die Bühnenbretter zum Mitschwingen. Zuerst irritierte, doch gleich danach mit erstauntem Lächeln bewundert wurde das Klavierspiel von Anna Herm, die für die Altersgruppe A5 (bis 15 Jahre) Mozart verjazzte. Die Komposition „Alla Turca Jazz“ basierte zwar auf Mozarts Finalsatz der Sonate A-Dur, doch das Rondo, ein sinustonig verfremdetes Arrangement von Fazil Say, ist selbst als effektvoller Klingelton omnipräsent.

Für ihre Altersgruppe 6 (bis 17 Jahre) sang Mona Schröder „I dreamed a Dream“ aus Claude-Michel Schröders Musical „Les Misérables“. Bemerkenswert ihre Stimmgestaltung, der jedoch eine ganz kleine technische Verstärkung gutgetan hätte. Lisa Jung, Vertreterin der Altersgruppe 7 (Alter unbegrenzt), bewies ihr Können in Perfektion, als sie „Variations Brillante“ und „Air Suisse“, zwei Kompositionen von Theobald Bohm, mit ihrer Querflöte intonierte.

Damit endete zwar das Preisträgerkonzert von sieben Erstplatzierten, doch die Ehrung aller am Musikwettbewerb Teilnehmenden umfasste fast 80 Namensnennungen durch Schulleiter Grote und die Übergabe von Urkunden und Preisen durch Christof Florus. Neben Sonderpreisen des Oberbürgermeisters und Preisen für die Bestplatzierten des Tages vergab der Förderverein der Schule erstmals „Sonderpreise des Fördervereins“ für alle sieben Kategorien. Wie Elisabeth Gross betonte, „stehen für uns neben musikalischem Können das Engagement, der Mut und die Begeisterungsfähigkeit im Vordergrund“.


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