Gaggenauer Stadtderby im Bezirkspokal

Baden-Baden (fal) – Vier Mannschaften aus der Bezirksliga und vier Mannschaften aus der Kreisliga A spielen am Mittwochabend das Viertelfinale des Fußball-Bezirkspokals untereinander aus.

Wer bringt wen zu Fall? Ottenaus Spielertrainer Alexander Merkel und sein Gaggenauer Pendant Armin Karamehmedovic (vorne), dessen Einsatz allerdings noch nicht ganz sicher ist. Foto: Frank Vetter

© fuv

Wer bringt wen zu Fall? Ottenaus Spielertrainer Alexander Merkel und sein Gaggenauer Pendant Armin Karamehmedovic (vorne), dessen Einsatz allerdings noch nicht ganz sicher ist. Foto: Frank Vetter

Vier Mannschaften aus der Bezirksliga und vier Mannschaften aus der Kreisliga A spielen am Mittwochabend das Viertelfinale des Fußball-Bezirkspokals untereinander aus. Beide Ligen werden auch noch im Halbfinale vertreten sein, das erst im Frühjahr 2022 stattfinden wird. Denn eins der vier Spiele ist ein reines Bezirksliga-Duell: das Stadtderby Gaggenau gegen Ottenau. In einem anderen stehen sich zwei Teams aus der Kreisliga A gegenüber: Weitenung (Staffel Nord) und Iffezheim (Staffel Süd).

Einen ersten Schlagabtausch zwischen Ottenau und Gaggenau gab es schon am ersten Spieltag der aktuellen Bezirksligasaison. Mit einem 3:0-Sieg verdeutlichte die gastgebende Sportvereinigung ihre Favoritenstellung hinsichtlich Titelgewinn und Aufstieg in die Landesliga. Das heutige „Rückspiel“ findet in Gaggenau statt. Der VFB bangt jedoch um den Einsatz seines Spielertrainers Armin Karamehmedovic (Spunggelenksverletzung), Dominik Stanic ist gesperrt. Allerdings steht Okan Eren, über den sein Trainer sagt: „Das ist unser Messi“, nach seinem Urlaub wieder zur Verfügung. Auch auf Denis Smuda und Sezer Ergün kann der VFB-Coach wieder zurückgreifen. Bei den Gästen steht Tobias Skubatz wegen muskulärer Probleme auf der Kippe, und ihr Spielertrainer Alexander Merkel meint: „Beide Mannschaften befinden sich auf einem Niveau. Das ist ein K.o.-Spiel – die Tagesform wird entscheiden.“ Aber natürlich möchte seine Mannschaft ihre Chance auf die Pokalverteidigung mit einem Sieg aufrechterhalten und ins Halbfinale einziehen.

Die beiden anderen Bezirksligisten, Ottenhöfen und Muggensturm, spielen zuhause gegen Mannschaften aus der Kreisliga A, Staffel Süd: Der FCO gegen Leiberstung, der FVM gegen Achern.

Gerold: „Das Halbfinale reizt uns jetzt natürlich alle“

Ottenhöfens Trainer Pascal Altmann sieht seine Schützlinge einerseits natürlich wegen des Klassenunterschieds favorisiert, anderseits aber auch wegen des Heimrechts. Trotzdem werden die Gastgeber den Süd-Fünften „sicher nicht unterschätzen“. Dessen Trainer Stefan Kiefer sieht der Partie aus der Position des Außenseiters ganz entspannt entgegen. Aber klar: „Insgeheim rechnen wir uns schon eine kleine Chance aufs Halbfinale aus. Mal schauen, was passiert.“

Muggensturm bekommt es mit dem Spitzenreiter der A Süd zu tun. „Wenn wir personell komplett wären, hätten wir sicher gute Chancen, unter die letzten Vier einzuziehen“, meint Acherns Sportvorstand Carlo Fusaro. Etliche VfR-Spieler seien aber angeschlagen und die Punkterunde habe ganz klar Vorrang. „Vielleicht können wir trotzdem für eine Überraschung sorgen.“ Die Gäste auf die leichte Schulter zu nehmen, verbietet sich für Thomas Gerold schon allein wegen deren Tabellenführung. Muggensturms Interesse am Pokalwettbewerb sei in dessen Verlauf gestiegen. „Das Halbfinale reizt uns jetzt natürlich alle – mich als Trainer und die Spieler“, sagt der FVM-Coach.

Kesch: „Erhobenes Haupt, aber nicht hochnäsig“

Hochinteressant verspricht die Kreisliga-A-interne Auseinandersetzung zwischen Weitenung und Iffezheim zu werden. Der gastgebende SVW (Elfter in der Staffel Süd) hat zuletzt dreimal hintereinander gewonnen. „Wir haben Selbstvertrauen getankt und gehen erhobenen Hauptes in dieses Spiel“, sagt Spielertrainer Marko Kesch, „aber keinesfalls hochnäsig.“ Auch er sagt: „Ab einem gewissen Punkt entwickelt man im Pokal dann doch Ehrgeiz.“ Gegner Iffezheim (Sechster in der Staffel Nord) ist sogar – einschließlich des Pokalwettbewerbs – seit sieben Spielen ungeschlagen (fünf Siege, zwei Unentschieden). „Diese Serie wollen wir fortschreiben“, sagt Trainer Benjamin Ernst, der zusammen mit Marko Kesch einige Jahre für den VfB Bühl gespielt hat.


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.