Gaggenauerin gewinnt Plakatwettbewerb

Gaggenau (BT) – 16-jährige Schülerin setzt sich gegen 150 Teilnehmer bei landesweitem Wettbewerb durch. Die Kampagne soll Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzeigen.

Die Schülerin Nergis Kilic präsentiert Sozialminister Manne Lucha (links) ihr Plakat. Foto: DAK-Gesundheit

Die Schülerin Nergis Kilic präsentiert Sozialminister Manne Lucha (links) ihr Plakat. Foto: DAK-Gesundheit

„Bunt statt blau“: Unter diesem Motto haben sich im Frühjahr bundesweit rund 4.000 Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen Komasaufen bei Jugendlichen beteiligt. In Baden-Württemberg hat die 16-jährige Nergis Kilic aus Gaggenau das beste Plakat für die Präventionskampagne eingereicht.

Dies hat die Krankenkasse gestern gemeldet. Kilic, Schülerin am Goethe-Gymnasium, setzte sich mit ihrem Kunstwerk gegen 150 Teilnehmer durch und wurde gestern in Stuttgart von Sozialminister Manne Lucha persönlich empfangen und geehrt. Als Schirmherr der DAK-Aktion übergab Lucha ihr im baden-württembergischen Landtag den Hauptpreis und eine Urkunde.

„Immer weniger Jugendliche müssen wegen einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden – das gibt uns Anlass zur Hoffnung. Gleichwohl gibt es immer noch zu viele Alkohol-Eskapaden bei Kindern und Jugendlichen“, sagte der Minister. Deshalb unterstütze er die Initiative gegen Alkoholmissbrauch. „Jugendliche können hier mit ihrem Plakat selbst Farbe bekennen“, erläuterte Lucha.

Besonders während Pandemie auf Gesundheit achten

„Je mehr man mit dem Alkohol übertreibt, desto fester wächst man sich in diese Sucht ein. Die Unterstützung des sozialen Umfeldes hilft einem dabei, sich losreißen zu können. Besonders während der Corona-Pandemie sollten wir auf unsere Gesundheit achten“, beschrieb Nergis Kilic ihre Motivation zur Teilnahme am Wettbewerb. Der zweite Platz ging an Eden Sophie Jost (14) vom Erasmus-Widmann-Gymnasium in Schwäbisch Hall. Den dritten Rang belegte die 17-jährige Pia Kamm aus Bodnegg im Landkreis Ravensburg.

Im Jahr 2019 wurden einer Bundesstatistik zufolge rund 20.500 Zehn- bis Zwanzigjährige volltrunken in eine Klinik eingeliefert, davon 2.382 in Baden-Württemberg.

Die Kampagne soll Jugendlichen die Gefahren von Alkoholmissbrauch aufzeigen. „Es ist gut, wenn solche wichtigen Gesundheitsthemen in den Schulalltag einfließen“, betonte DAK-Landeschef Siegfried Euerle. Im Kampf gegen das Komasaufen seien Jugendliche wichtige Botschafter. Wenn sie selbst auf die Risiken des Rauschtrinkens hinwiesen und Auswege aufzeigten, dann sei das eine wirkungsvolle Prävention. „Das diesjährige Siegerplakat zeigt, welche negative und beklemmende Wirkung Alkohol haben kann.“

Studie zeigt abschreckende Wirkung

Dass die Plakate, die Schüler eigenständig gestalteten, für Gleichaltrige eindrucksvoll seien, zeigte eine Online-Studie des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel. Dabei wurde bei 1.273 Teilnehmern ihre Wirkung im Vergleich zu konventionellen Warnhinweisen untersucht. Demnach verstärkten die von der Zielgruppe selbst gemalten Plakate die Wahrnehmung, dass Alkoholkonsum schädlich ist.

Im November wählt eine Jury die Gewinner des Bundeswettbewerbs 2021 aus. Juroren sind die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig, der DAK-Vorstandschef Andreas Storm und die Experten vom IFT-Nord. Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder hier.

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Erstellt:
20. Oktober 2021, 18:05 Uhr
Lesedauer:
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