Galopp: Kujath will wieder aufs Podest

Iffezheim (mhä) – Der Galoppsport ist das Hobby schlechthin für Trainer Wilfried Kujath. Nur aus Spaß ist er aber nicht unterwegs, der Routinier will dieses Jahr wieder zurück aufs Podest.

Gute Ansätze: Wilfried Kujath mit seinem Schützling Visonary Dreamer. Foto: Michael Hähn

© mhä

Gute Ansätze: Wilfried Kujath mit seinem Schützling Visonary Dreamer. Foto: Michael Hähn

Im Jahr 2012 trat in Deutschland die Rente mit 67 in Kraft. Wilfried Kujath, Jahrgang 1953, könnte sich also längst zur Ruhe setzen, doch ein Leben ohne das morgendliche Training ist kaum vorstellbar. „Ich bin zwar Rentner, habe aber kein anderes Hobby“, sagt der gebürtige Frankfurter. „Ich habe diesen Job mein Leben lang ausgeübt und werde weitermachen, so lange es mir Spaß bereitet und ich gesund bleibe.“

Da ihn keine größeren Beschwerden plagen, sind weiter zwei Boxen bei Wolfgang Gülcher für Kujath „reserviert“. Das „Ein-Mann-Unternehmen“ arbeitet aber nicht nur „for Fun“. Der Trainer möchte nach einem „sieglosen“ Jahr 2020 wieder auf dem Podest stehen. Gründe, warum es im Vorjahr keinen Treffer gab, liegen auf der Hand. „Jashpur hatte im Jahr zuvor, inklusive der Besitzerprämien in Frankreich, rund 40.000 Euro verdient. Da war es klar, dass er es nicht mehr so einfach haben würde. Außerdem war das Corona-Jahr zu kurz. Wir haben sehr spät angefangen.“

Jashpurs Vorliebe für weiche bis schwere Böden

Während der Bauarbeiten für die neue Sandbahn konnte er nicht trainieren, ein Ausweichquartier kam bei einem Stall seiner Größenordnung nicht infrage. „Auch wenn nun alles fertig ist, werden meine Pferde nicht gleich bei 100 Prozent sein. Vor Ende Mai ist also kaum mit ihnen zu rechnen.“ Jashpur, dessen 89-jährige Besitzerin Renate Oeser aus Bad Boll bei Stuttgart dem Trainer nun seit über 30 Jahren die Treue hält, „kann seine jetzige Marke“. Eine Vorliebe für weichen bis schweren Boden hat der siebenjährige Wallach, der alle seine drei Erfolge in Straßburg feierte.

Der zwei Jahre jüngere Visonary Dreamer, der die Farben des Stalls Gremlin der 15-fach im Sattel erfolgreichen Rebekka Unrath trägt, kam 2020 bei zehn Starts nicht über einen dritten Rang hinaus. „Er war etwas von der Rolle, aber gute Ansätze waren da. Seine Marke wird immer günstiger. Wenn er sich gefunden hat, kann er nach vorne laufen und auch mal gewinnen“, glaubt Kujath, dessen Hauptziel es ist, „dass die Pferde Geld verdienen.“ Dann macht das Hobby des Rentners noch mehr Spaß.

Weitere Trainer-Porträts der BT-Stallparade finden Sie hier:

Trainer Gülcher setzt auf Cork und Hard Talk

Trainer-Neuling Batistic mit Premiere zufrieden

Trainerin Whitfield peilt wieder Heimsiege an

Trainer Geisler mit positiver Grundstimmung

Sechs Pferde im Himmel-Stall

Trainer Weber peilt zehn Siege an

Gute Struktur im Bocskai-Stall

Zum Artikel

Erstellt:
12. April 2021, 16:07 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 13sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.