Gausbach: So wenig Käferholz wie nie zuvor

Forbach (vgk) – Revierförster Andreas Wacker liefert im Ortschaftsrat Gausbach einen sehr zufriedenstellenden Waldbericht ab.

Im Wald gelagertes Holz (hier ein Bild aus Gausbach) darf auf Beschluss des Landratsamts Rastatt nur noch mit Metall abgedeckt werden. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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Im Wald gelagertes Holz (hier ein Bild aus Gausbach) darf auf Beschluss des Landratsamts Rastatt nur noch mit Metall abgedeckt werden. Foto: Veronika Gareus-Kugel

In den vergangenen 30 Jahren seiner Dienstzeit ist viel passiert. Es wurden viele neue Wegekilometer angelegt, Sturm Lothar bewältigt, Jungbestandspflege betrieben und das Bergwaldprojekt vorangebracht. Die Pflege des Auerwilds zählt zu seinen Leidenschaften, sagte Gausbachs Ortsvorsteher Björn Gaiser am Donnerstagabend im Rahmen der Ortschaftsratssitzung. Dessen Laudatio galt Revierförster Andreas Wacker. Dieser meinte, dass er auch nach 30 Dienstjahren und „trotz des steilen Geländes immer noch gerne hier ist“.

Ebenso positiv wie Wackers berufliche Einstellung fiel auch dieses Mal der jährliche Waldbericht aus. Das Waldjahr 2021 war in jeglicher Hinsicht ein Besonderes. Und dies sei nicht nur seine persönliche Meinung, sondern auch die seiner Kollegen der anderen Reviere, betonte Wacker. Kein Sturmholz trübte bisher die Bilanz.

Schwieriges Waldgelände

Auch der Borkenkäfer konnte in Schach gehalten werden. „Mit 40 Festmetern fiel so wenig wie nie zuvor an“, wie Wacker auch für seine Kollegen stolz auf das Erreichte darlegte. Seine freundliche Seite zeige zu Jahresende auch der Holzmarkt. Wacker: „Der wie jeder Rohstoffmarkt Schwankungen unterworfen ist.“

Gleichwohl sei sich der Förster seiner Verantwortung bewusst, nur so viel Holz dem Wald zu entnehmen wie nachwächst und die Forsteinrichtung von 2014 vorgibt. Für die Planungen 2022 sind dies rund 6.100 Festmeter. Ebenfalls könne aufgrund der überwiegend problemlos verlaufenden Naturverjüngung auf Pflanzungen verzichtet werden. An die 300 Bäume werden einer sogenannten Reichhöhenastung unterzogen. Weitere 370 Bäume erhalten in rund sechs Metern Höhe eine Wertastung.

Die Jungbestands- und Schlagpflege hat auf einer Fläche von 17 Hektar Vorrang. In einem 16,5 Hektar großen Jungbestand ist Einzelschutz geplant. Das schwierige Waldgelände erfordert zudem den Bau eines 1.000 Meter langen neuen Wirtschaftswegs. Trotz guter Kennzahlen und nachhaltigen Wirtschaftens: „Auch der Gausbacher Wald wird durch die steigenden Temperaturen und Trockenheit in Mitleidenschaft gezogen.“

Rohstofflieferant und Erholungsort

Es gebe aber keinen flächigen Waldverlust wie andernorts, betonte der Revierförster. Auch machte dieser darauf aufmerksam, dass die Ansprüche an den Wald kontinuierlich steigen. Er ist Rohstofflieferant und Erholungsort zugleich. Zudem soll er das Klima retten, stellte Wacker abschließend fest. Dieser wies zudem darauf hin, dass im Wald gelagertes Holz auf Beschluss des Landratsamts nur noch mit Metall abgedeckt werden dürfe.

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Erstellt:
3. Dezember 2021, 17:46 Uhr
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