Geduldsprobe im Loffenauer Unterdorf

Loffenau (BT) – Die Sanierung der Straßendecke zwischen Kändelweg und Schönblick erfordert von den Verkehrsteilnehmern im Unterdorf Geduld. Grund ist die Ampel in der Unteren Dorfstraße.

Mit bis zu fünf Minuten Wartezeit müssen Verkehrsteilnehmer derzeit an der Ampel im Loffenauer Unterdorf rechnen. Foto: Stephan Juch

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Mit bis zu fünf Minuten Wartezeit müssen Verkehrsteilnehmer derzeit an der Ampel im Loffenauer Unterdorf rechnen. Foto: Stephan Juch

Bis zu fünf Minuten Wartezeit können an der Ampel entstehen. „Die Straße ist hier sehr eng, sodass eigentlich eine Vollsperrung die bessere Lösung wäre“, schreibt die Gemeinde: „Da dies aber die einzige Zufahrt von Richtung Gernsbach aus nach Loffenau ist, wurden Kompromisse für die Durchführung der Baumaßnahme gesucht. So agiert die Baufirma mit kleineren Maschinen, die Gehwege werden als Fahrflächen mit genutzt und es wurde sogar eine Straßenlampe abgebaut, damit die Straße nur halbseitig gesperrt werden muss“, erläutert die Verwaltung weiter. Zudem müsse die Baufirma zumindest teilweise mit den Maschinen und Baggern auch kurz den anderen Fahrstreifen nutzen. Aus all diesen Gründen gebe es die relativ langen Ampelzeiten von aktuell fünf Minuten. Dies sei aus Sicht der Gemeindeverwaltung und des Regierungspräsidiums aber immer noch besser als eine Vollsperrung.

Letzter Akt des Mammutprojekts Ortsdurchfahrt

Seit rund einem Vierteljahrhundert wird die Landstraße 564 in der Ortsdurchfahrt Loffenau Stück für Stück ausgebaut. Der letzte Akt dieses Mammutprojekts läuft seit Februar 2021. Dabei handelt es sich um den vierten und letzten Bauabschnitt, der wiederum in vier einzelne Abschnitte unterteilt ist. Im Bereich Obere Dorfstraße 46 bis 96 werden Straße, Gehwege, Wasser- und Abwasserleitungen erneuert, die stillgelegte Kaltenbrunnenbachverdolung verfüllt und Leerrohre für Glasfaserkabel verlegt.

Von den insgesamt anfallenden circa 1,9 Millionen Euro schultert das Land etwa 0,7 Millionen und die Gemeinde rund 1,2 Millionen Euro. Das Land ist zuständig für den Ausbau der Ortsdurchfahrt auf circa 310 Metern Länge inklusive der Anpassung der Straßenentwässerung, dem Rückbau der Bachverdolung und der Fahrbahndeckenerneuerung Untere Dorfstraße. Die Gemeinde trägt die Verantwortung für den Bau eines beidseitigen Gehwegs, die Erneuerung aller Abwasserleitungen inklusive Aufdimensionierung der Hauptleitung, die Erneuerung der Haupt- und Anschlusswasserleitungen sowie die Verlegung von Leerrohren für den Glasfaserausbau.

Im Abschnitt vier wird Loffenau zur Sackgasse

Die Bauabschnitte eins und zwei befinden sich im Bereich zwischen „Krone“ und Breitenackerweg. Diese sollen größtenteils parallel von März bis September laufen. Die Umleitung verläuft in Richtung Bad Herrenalb über den Kändelweg, Schwarzwaldstraße, Bergstraße, Erbrüchlestraße und Plotzsägmühlweg; in Richtung Gernsbach über den Breitenackerweg und den Heckenbrunnenweg. Zusätzlich gibt es eine Einbahnstraßenregelung – vom Erbrüchle zum Plotzsägmühlweg sowie im Heckenbrunnenweg. Teilweise gibt es entlang der Umleitungen auch einseitige Halteverbote.

Der dritte Bauabschnitt verläuft vom Breitenackerweg bis zur Einmündung Sportplatz und dauert voraussichtlich von August bis November. Die Umleitung ist ähnlich wie in den Abschnitten eins und zwei, bloß dass im Plotzsägmühlenweg Begegnungsverkehr herrschen wird.

Der vierte und letzte Bauabschnitt führt von der Einmündung Sportplatz bis zum Herdweg. Hier gibt es keine Ausweichmöglichkeiten, weshalb Loffenau zur Sackgasse wird. In dieser Phase müssen auch die Autos, die nach Bad Herrenalb wollen, großräumig über Gernsbach, Gaggenau, Michelbach und Bernbach umgeleitet werden. Das Ganze dauert nach Plan von November bis Ende Februar 2022.

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Erstellt:
13. Juli 2021, 11:34 Uhr
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