KSC: Gelassen nach Düsseldorf

Karlsruhe (ket) – Mit Markus Kuster zwischen den Pfosten geht Fußball-Zweitligist Karlsruher SC am Samstag ins Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf. Er ersetzt den rotgesperrten Marius Gersbeck.

Ruhe und Gelassenheit: Markus Kuster bekommt gegen Düsseldorf eine Bewährungschance. Foto: Stefan Puchner/dpa -

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Ruhe und Gelassenheit: Markus Kuster bekommt gegen Düsseldorf eine Bewährungschance. Foto: Stefan Puchner/dpa -

Ans letzte Mal kann sich Markus Kuster noch ziemlich gut erinnern, es war zugleich ja auch das erste Mal. Ende Mai in Heidenheim, im letzten und sportlich eher bedeutungslosen Spiel der Saison 2020/21, stand der Torhüter in der Startelf des Karlsruher SC. Als Anerkennung von Trainingsleistung und Loyalität über die ganze Saison hinweg hatte ihm KSC-Trainer Christian Eichner diesen Einsatz beschert. Mit 2:1 gewannen die Blau-Weißen damals die Partie.

Fünf Monate oder zehn Ligaspiele später ist es am Samstag nun wieder so weit: Erneut, aber zum zweiten Mal erst überhaupt, steht der 1,94-Meter-Hüne aus Kittsee in Österreich von Spielbeginn an zwischen den Pfosten der Badener, diesmal nicht aus Dank, sondern weil Stammkeeper Marius Gersbeck im letzten Heimspiel, beim 2:1-Sieg gegen Erzgebirge Aue vor einer Woche, in der Schlussphase die Rote Karte gesehen hatte.

Mit einem 2:1-Erfolg für die Seinen wäre Kuster wohl auch im Spiel bei Fortuna Düsseldorf (13.30 Uhr) vollauf zufrieden. „Ich wünsche mir, dass es wieder so läuft wie in Heidenheim: Dass ich eine gute Leistung zeige und wir gewinnen“, sagt er jedenfalls.

Der Job des zweiten Mannes: Da zu sein, wenn man ihn braucht

Eichner traut seiner Nummer zwei das – vom Spielausgang einmal ganz abgesehen – offenbar zu. Zum einen lobt der Trainer die „absolute Ruhe und Gelassenheit“, die der 27-Jährige ausstrahle. Zum anderen stellt er fest: „Markus hat immer seinen Mann gestanden, wenn wir ihn eingesetzt haben. Das erwarte ich auch am Samstag von ihm.“

Letztendlich ist just dies ja auch der Job des zweiten Mannes: Da zu sein, wenn man ihn braucht. Hört sich leicht an, ist es aber nicht. Zumal für einen, der als Nummer eins gekommen ist, so wie Kuster vor anderthalb Jahren zum KSC. Dass ihm dieser Status schon recht bald abhanden kam, hat er zu akzeptieren gelernt, zumal es selbst für ihn nachvollziehbar ist. „Marius hat sehr gut gespielt, die Mannschaft war erfolgreich“, erinnert Kuster. Da gab es keinen Grund, etwas zu verändern.

So blieb ihm letztendlich nur eines: „Im Training Gas zu geben und keine negative Stimmung aufkommen zu lassen.“ Genau das hat er getan. Dass er am Samstag gegen Düssseldorf die Chance erhält, sich zu beweisen, darf man ihm da getrost gönnen, selbst der Trainer tut es ja. „Zum Leidwesen von Gersi freut es mich für Kusti, dass er einmal sein ganzes Leistungsvermögen zeigen kann“, hat Eichner am Donnerstag jedenfalls gesagt.

Systemfrage noch ungeklärt

Ob das auch für Fabian Schleusener gilt, ließ der Trainer derweil offen. Zuletzt, gegen Aue, war Schleuseners Einwechslung noch vor der Pause samt der mit ihr verbundenen Systemumstellung auf 4-4-2 als Türöffner zum umkämpften 2:1-Sieg gewertet worden. „Er hat sehr viele Argumente für sich gesammelt“, lobte Eichner den 29-Jährigen selbst am Donnerstag noch dafür. Als Einsatzgarantie gegen den Tabellenzwölften war dies freilich nicht zu verstehen, wie der Coach im Anschluss sicherstellte. Zwar habe man das Spiel mit zwei Spitzen vermehrt ins Trainingsprogramm aufgenommen, dennoch müsse jede Woche neu entschieden werden, ob es im Spiel auch zum Einsatz kommt. Eichners Tendenz für Samstag: „In dem Bereich ist alles möglich.“

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Erstellt:
21. Oktober 2021, 17:38 Uhr
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