Gemeinde arbeitet an Konzept für den Goldkanal

Elchesheim-Illingen (HH) – Das Chaos am Goldkanal hat im Sommer für Wirbel gesorgt – bis Elchesheim-Illingen einen Sicherheitsdienst beauftragte. Das war teuer, wurde jetzt in der Ratssitzung bekannt.

Fünfstellig sind die Kosten, die der Gemeinde Elchesheim-Illingen für den Ordnungsdienst am Goldkanal entstanden sind. Foto: Heck

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Fünfstellig sind die Kosten, die der Gemeinde Elchesheim-Illingen für den Ordnungsdienst am Goldkanal entstanden sind. Foto: Heck

Ein großes Lob sprach Joachim Ritter in der jüngsten Gemeinderatssitzung der Verwaltung dafür aus, dass sie im August einen Sicherheitsdienst mit der Überwachung des Freizeitbetriebs an Wochenenden am Goldkanal beauftragt habe. Die Sache habe super funktioniert (das BT berichtete).

Die Öffentlichkeit sollte wissen, dass die Kosten von der Gemeinde getragen werden. Wie hoch diese ausfallen, diese Frage konnte auf eine BT-Anfrage Anfang August von der Verwaltung nicht beantwortet werden. Man müsse abwarten, bis der Einsatz abrechnet sei, hatte Hauptamtsleiter Patrick Strauß erklärt. Auf eine erneute BT-Anfrage zu den Kosten hieß es nun im Rathaus: „10.000 Euro“. Rechnungsamtsleiter Thomas Spinner merkte des Weiteren an, dass in dieser Summe ein Großteil der Eigenleistung der Gemeinde, zum Beispiel für Müllbehälter und Abfallbeseitigung, noch nicht mitgerechnet seien.

In der Ratssitzung hatte Bürgermeister Rolf Spiegelhalder zudem mitgeteilt, dass es für den Goldkanal nächsten Sommer ein Konzept für Rettungswege, Fahrzeugverkehr und Sicherheit geben werde. Darüber seien Vorgespräche mit Landratsamt und Polizei geführt worden. Ritter reagierte auf diese Info mit Kritik an der Polizei. Diese fordere nur, „bringt aber nichts“. Sie sei während der Umtriebe am Goldkanal nie vor Ort gewesen. Der Bürgermeister hatte für das angebliche Fernbleiben eine Erklärung. Die Polizei sei in der Badesaison rheinauf- und rheinabwärts viel unterwegs gewesen. Dass sie am Goldkanal nicht erschienen sei, könne er verstehen: Wenn man „mit dem Polizeiauto unterm Hintern“ so irgendwo hinkomme, komme man nicht mehr weg.

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Erstellt:
28. September 2020, 14:00 Uhr
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