Gemeindehaus: Zukunft ungewiss

Bühl (sga) – Unklar ist zurzeit, wie lange in Bühl die katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul das Alban-Stolz-Haus noch nutzen wird.

Diskutiert wird über die Zukunft des Alban-Stolz-Hauses. Foto: Bernhard Margull

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Diskutiert wird über die Zukunft des Alban-Stolz-Hauses. Foto: Bernhard Margull

Im Dezember 2017 sprach Claus Preiss als Vorstandsvorsitzender der Volksbank Bühl von einem Vorhaben, das „zu 99 Prozent in trockenen Tüchern“ ist. Drei Jahre später ist fraglich, wie viel Prozent nun doch fehlen – denn die katholische Pfarrgemeinde St. Peter und Paul ist immer noch nicht aus dem Alban-Stolz-Haus ausgezogen, so wie es ursprünglich angedacht war.
Und das, obwohl der Plan schon stand: In einem Neubau der Volksbank Bühl sollte nicht nur reichlich Platz zur eigenen Nutzung entstehen – sondern auch ein neuer Ort für die Kirchengemeinde. Damals war von einer 350 Quadratmeter großen Fläche im Erdgeschoss sowie Bereichen (150 Quadratmeter) im ersten Obergeschoss die Rede. Doch bis heute wurde davon nichts umgesetzt.

Momentan „ruht“ das Projekt

„Aktuell ruht das Projekt“, sagt Andrea Andree auf BT-Nachfrage. Mehr könne die Pressesprecherin der Volksbank Bühl nicht zu dem Thema sagen – außer, dass „wir als Investoren dennoch zur Verfügung stehen“. Wie eine Mitarbeiterin der Kirchengemeinde St. Peter und Paul erzählt, sei es ursprünglich Pfarrer Wolf-Dieter Geißler gewesen, der „das Projekt forciert und vorangetrieben“ hat. Doch dieser stehe nicht mehr zur Verfügung. Wie berichtet, war Geißler im vergangenen Jahr suspendiert worden, als Missbrauchsvorwürfe gegen ihn laut wurden.

Liegt das Vorhaben nun also auf Eis? „Nein“, widerspricht Pfarradministrator Manfred Woschek der Vermutung. „Derzeit wird lediglich nicht weiter geplant, da dies unter anderem im Aufgabengebiet des Pfarrers liegt, der am 23. Mai seinen Dienst antritt.“ Erst dann werde der Stiftungsrat gemeinsam mit dem Pfarrgemeinderat entscheiden, wie es mit dem Vorhaben weitergehen soll. Aktuell nutzt St. Peter und Paul also immer noch das 50 Jahre alte Haus Alban Stolz – „allerdings nur für absolut notwendige Sitzungen“, wie eine Mitarbeiterin der Kirchengemeinde weiter erklärt. Aufgrund von Corona sei das Haus ansonsten geschlossen.

Wie bereits berichtet, ist das Haus längst nicht mehr auf dem Stand der Technik und mit 2.600 Quadratmetern völlig überdimensioniert. Der damalige Stadtpfarrer Geißler hielt eine Sanierung für „unrentabel“ und durch die Erzdiözese auch nicht genehmigungsfähig. Der Umzug in den Neubau schien damals die beste Lösung zu sein, auch deshalb, weil es zu „keinen Reibungsverlusten“ gekommen wäre, da die Kirchengemeinde bis zur Fertigstellung des Bauvorhabens ihre alte Bleibe nutzen kann. Wie lang diese Überbrückungszeit noch andauern wird, bleibt nun abzuwarten.

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Erstellt:
17. März 2021, 06:00 Uhr
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