Gemeinsam für eine Überzeugung kämpfen

Baden-Baden (BT) – Laura Trefzger ist Schülerin des Richard-Wagner-Gymnasiums und hat den „Young Women in Public Affairs Award“ von Zonta International gewonnen.

Der RWG-Schulleiter Matthias Schmauder freut sich mit der Preisträgerin Laura Trefzger über den Gewinn des „Young Women in Public Affairs Award“. Foto: Dußler/pr

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Der RWG-Schulleiter Matthias Schmauder freut sich mit der Preisträgerin Laura Trefzger über den Gewinn des „Young Women in Public Affairs Award“. Foto: Dußler/pr

Laura Trefzger, Schülerin des Richard-Wagner-Gymnasiums (RWG), hat für ihr vielfältiges gesellschaftliches Engagement den „Young Women in Public Affairs Award“ erhalten. Dieser Preis zeichnet junge Frauen aus, die sich für die Gesellschaft engagieren, und wird von der Stiftung „Zonta International“ vergeben.

Ziel der Stiftung ist es, junge Frauen dazu zu ermutigen, wichtige gesellschaftliche Aufgaben und Führungspositionen zu übernehmen. Mit der Auszeichnung erhält Trefzger ein Preisgeld von 300 Euro und darf sich nun auf Landesebene mit anderen starken Frauen messen. Dort könnte sie ein noch höheres Preisgeld bis hin zu einem Stipendium gewinnen.

Gesellschaftliches Engagement

Trefzger, die in diesem Jahr am RWG ihr Abitur ablegen wird, wurde von der Zonta-Stiftung Baden-Baden/Rastatt für den Award vorgeschlagen. In ihrer Bewerbung durfte sie sich mit der Stellung der Frau in unserer Gesellschaft auseinandersetzen und musste ihr bisheriges gesellschaftliches Engagement dokumentieren, heißt es in einer Pressemitteilung. Das war für sie ein Leichtes; schließlich kann die Gymnasiastin bereits vielfältige Erfahrungen mit ehrenamtlichem Engagement und Führungsaufgaben vorweisen. So war sie mehrere Jahre Schülersprecherin am RWG und zeichnete sich in dieser Rolle durch hohe Einsatzbereitschaft aus. Im SMV-Team engagierte sie sich zum Beispiel dafür, Aktionen im Zusammenhang mit dem Zertifikat „Schule ohne Rassismus“ zu organisieren. Trefzger setzte sich dafür ein, dass anlässlich des Internationalen Gedenktages gegen Gewalt an Frauen das Thema in verschiedenen Unterrichtsstunden Platz fand und die Schule in der Aktionsfarbe Orange erstrahlte.

Schülerzeitung, SMV und „Jugend forscht“

Über viele Jahre übernahm sie zudem Führungsaufgaben in der Schülerzeitung und dem „Jugend forscht“-Team. Matthias Schmauder, Schulleiter des RWG, zeigt sich tief beeindruckt von der jungen Frau: „Für jede Schule ist es natürlich ein unglaublicher Gewinn, so eine engagierte Schülerin zu haben. Laura ist wirklich eine große Bereicherung für das Schulleben.“

Auch außerhalb der Schule ist Laura Trefzger sehr aktiv. So engagiert sie sich unter anderem für die Kirche, das DRK und PETA und war Teil der lokalen Organisationsgruppe von Fridays for Future. Sie scheut sich auch nicht davor, öffentlich in Erscheinung zu treten: Die Holocaust-Gedenkaktion von „Pulse of Europe“ im vergangenen Jahr bereicherte sie mit einem Redebeitrag, und zum Festaktakt „70 Jahre Israel“ der Stadt Baden-Baden hielt sie einen Vortrag. Die Themen, mit denen sie sich beschäftigt, sind zwar vollkommen unterschiedlich, aber bei genauerem Hinsehen ist ein roter Faden erkennbar: Es geht immer um Fragen der Gerechtigkeit oder Klimaschutz. Auf die Frage, was sie antreibt, woher sie die ganze Energie nimmt, antwortet Laura Trefzger: „Es gibt nichts Wichtigeres und Erfüllenderes, als gemeinsam für seine Überzeugungen zu kämpfen.“

Gleichberechtigung für die Frau

Ein besonders drängendes Thema für sie ist die Frage nach den Geschlechterrollen in der Gesellschaft. Es treibe sie um, dass Frauen in unserer Gesellschaft zwar theoretisch alle Freiheiten hätten, aber die Gesellschaft immer noch so funktioniere, dass Frauen aus Angst vor gesellschaftlichen Sanktionen Chancen nicht ergreifen.

Deshalb sei es so wichtig, dass es Frauen gebe, die voranschreiten und andere Frauen unterstützen, führt Laura Trefzger weiter aus. Nach dem Abitur will sie zunächst ein Jahr für den Internationalen Freiwilligendienst in Belgien arbeiten, anschließend Jura studieren. Ihr großes Ziel ist es, später als Politikerin noch mehr und noch konkreter für das Gemeinwohl bewirken zu können, so die Mitteilung.

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Erstellt:
11. März 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 41sec

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