Gemeinsames Kirschenpflücken in Ötigheim

Ötigheim (saa) – Nichts ist angeblich so verlockend wie die Kirschen aus Nachbars Garten. In Ötigheim ruft die Gemeinde nun sogar dazu auf, diese zu ernten.

Bürgermeister Frank Kiefer (Vierter von links) mit Mitgliedern der Verwaltung sowie Vorsitzenden der mitwirkenden Vereine unter Kirschbäumen an der Friedhofsallee. Foto: Saskia Burkart

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Bürgermeister Frank Kiefer (Vierter von links) mit Mitgliedern der Verwaltung sowie Vorsitzenden der mitwirkenden Vereine unter Kirschbäumen an der Friedhofsallee. Foto: Saskia Burkart

Zusammen mit dem Obst- und Gartenbauverein (OGV) sowie dem Verein für Umweltschutz und Landschaftspflege (VUL) plant die Gemeinde Ötigheim am Mittwoch, 30. Juni, ab 17 Uhr eine Ernteaktion mitten im Ort. Die Kirschbäume in der Friedhofsallee dürfen abgeerntet werden – für den Eigenbedarf oder fürs Brennen von „Etjer Kirschschnaps“.

Premiere für Aktion am Friedhof

Es ist das erste Mal, dass die Aktion am Friedhof stattfindet. Theoretisch dürften die Kirschen in der Allee in Absprache mit der Gemeinde geerntet werden, praktisch traue sich aber niemand, weiß Bürgermeister Frank Kiefer: „Damit die gesamte Ernte abgetragen werden kann, fehlt es den Leuten aber wahrscheinlich am nötigen Werkzeug und Fachwissen.“ Umso glücklicher sei die Gemeinde, dass die Aktion mit zwei örtlichen Vereinen gestartet wird, die das nötige Know-how haben. Der OGV bewirtschaftet einen Mustergarten, wo regelmäßig Schnittkurse angeboten werden, der VUL setzt sich für den Schutz der Natur ein.

Die Mitglieder stehen den Erntenden am Mittwoch zur Seite, geben Sicherheitshinweise für die großen Leitern und Hintergrundinformationen zu den Früchten. Die Teilnehmer brauchen nichts weiter mitzubringen als die Lust am Ernten.

„Etjer Kirsch“ soll gebrannt werden

Sind die Kirschen gepflückt, können sie mit nach Hause genommen oder für das Brennen von Schnaps zur Verfügung gestellt werden. Ein Ötigheimer Bürger wird sich um die Maische kümmern, die in Ottersdorf beim Gasthof „Kreuz“ gebrannt wird. Was mit dem fertigen Schnaps passiert, steht noch nicht fest. „Wir können uns vorstellen, den edlen Tropfen entweder zu verschenken, für einen guten Zweck zu verkaufen oder auf dem Dorffest und Weihnachtsmarkt auszuschenken“, erläutert Kiefer.

Mit der Aktion werden zwei Ziele verfolgt: Zum einen sei es wichtig, dass Kirschbäume komplett abgeerntet werden. Fallen die reifen Früchte auf den Boden, seien sie ein Paradies für Maden, die sich zu Schädlingen entwickeln können, erklärt OGV-Vorsitzender Karlheinz Rupp. Gleichzeitig gehe es der Gemeinde vor allem darum, die Bürger für die Natur zu sensibilisieren. „Die Kirschen sind nicht gespritzt, das ist Natur pur“, schwärmt Kiefer, dem die rund 300 Meter lange Allee am Herzen liegt. Wer an der Aktion teilnehmen möchte, muss sich anmelden: Telefon (0 72 22) 91 97 14 oder martina.ganther@oetigheim.de. Auch Bewohner der Nachbargemeinden sind eingeladen.

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Erstellt:
28. Juni 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
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