Geplanter Umzug von Bühl nach Baden-Baden hat Folgen

Baden-Baden/Bühl (hol) – Der Umzug der Autobahnpolizeidienststelle in die Kurstadt hat Folgen: Landtagsabgeordneter Tobias Wald fordert ein Gesamtkonzept fürs Behördenzentrum.

Im Zuge des Umzugs der Autobahnpolizeidienststelle von Bühl in das „blaue Hochhaus“ nach Baden-Baden stehen dringend notwendige Sanierungsarbeiten an.  Foto: Harald Holzmann

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Im Zuge des Umzugs der Autobahnpolizeidienststelle von Bühl in das „blaue Hochhaus“ nach Baden-Baden stehen dringend notwendige Sanierungsarbeiten an. Foto: Harald Holzmann

Der geplante Umzug der Autobahnpolizei aus der Zwetschgenstadt in die Kurstadt ist Anlass für ein Schreiben des CDU-Landtagsabgeordneten Tobias Wald an Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne). Daron fordert er ein Gesamtkonzept zur umfassenden Überplanung des Behördenzentrums Baden-Baden in der Gutenbergstraße 13 – 17.

Der Gebäudekomplex beinhaltet derzeit das Polizeirevier, die Staatsanwaltschaft, das Landgericht und das Amtsgericht Baden-Baden sowie eine Parkgarage. Dass die Autobahnpolizei ihr derzeitiges Quartier in Bühl räumen und nach Baden-Baden umziehen wird, steht fest. Allerdings ist auch klar: Zuvor muss das blaugraue Hochhaus, in dem derzeit die Polizei residiert und in dem auch die Autobahnpolizei unterkommen soll, saniert werden. Das mehr als 30 Jahre alte Gebäude ist energetisch nicht mehr auf dem neuesten Stand. Auch von einem Abriss und Neubau des siebenstöckigen Hauses neben dem Zubringer war zuletzt die Rede gewesen.

Wald: „Es wäre eine vertane Chance“

„Es wäre eine vertane Chance, die Gelegenheit des Umzuges der Autobahnpolizei in die Gutenbergstraße nicht zu nutzen, um gemäß einem Gesamtkonzept das komplette Behördenzentrum umfassend und zukunftssicher zu überplanen“, meint Tobias Wald. Er habe hierfür bei der Ministerin um Unterstützung geworben, heißt es in einer Mitteilung. Nicht nur das Gebäude der Polizeidirektion sei dringend sanierungsbedürftig. Auch das daneben liegende Gebäude des Landgerichts verbrauche aufgrund seines Alters laufend hohe Bauunterhaltungskosten. „Die Quartiersgarage hält besonders unter der Woche nicht genügend Stellplätze bereit. Überdies hat die Staatsanwaltschaft zunehmend mit mangelnden Raumkapazitäten zu kämpfen, weshalb bereits Besprechungszimmer zu Büroräumen umgewandelt werden mussten, so Wald in seinem Schreiben an Ministerin Sitzmann weiter.

Besonderes Augenmerk legt Wald bei einem Zukunftskonzept für das Behördenzentrum auf eine energetische Sanierung und die Bereitstellung moderner Infrastruktur, insbesondere moderner EDV, heißt es in der Mitteilung weiter. Zudem betont er die Vorteile, die die kurzen Wege zwischen den einzelnen Dienststellen mit sich bringen: „In meinen Augen ist es sachgerecht und zweckmäßig für die zukunftsfähige Aufstellung der Dienststellen, auf die Synergieeffekte der kurzen Wege zwischen den einzelnen Behörden zu setzen, diese vollumfänglich in einem Gebäudekomplex zu beheimaten und mit modernster technischer Infrastruktur auszustatten“, äußert sich Wald.

Beim Entwickeln eines Gesamtkonzeptes für die Überplanung des Areals sollten deshalb laut Wald ergebnisoffen Möglichkeiten von Sanierung sowie von Abriss und Neubau oder auch der Überbauung des Parkhauses beleuchtet werden. Letzteres war bereits im Baden-Badener Gemeinderat vorgeschlagen – und zwar mit dem Ziel, eine öffentliche Parkgarage für die Weststadt zu bauen, in der notorischer Parkplatzmangel besteht. Damals hatte das Land eine entsprechende Anfrage der Stadtverwaltung abgelehnt. Man wolle nicht selbst auf die Parkgarage bauen, hatte es geheißen. Die Stadt wiederum verzichtete auf eine Aufstockung der Parkgarage auf eigene Verantwortung unter anderem deshalb, weil die Besitzverhältnisse in dem künftigen Parkhaus, in dem einige Etagen dem Land, andere der Stadt gehören würden, zu schwierig gewesen wären.

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Erstellt:
1. Februar 2021, 11:00 Uhr
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