Gerettete Jungstörche wohlauf und beringt

Rastatt (fuv) – Während die aus dem brennenden Nest in Plittersdorf geretteten Jungstörche sich bei Pierre und Kevin Fingermann erholen, bauen die Elterntiere in Plittersdorf schon an neuem Nest.

Stefan Eisenbart, Pierre und Kevin FIngermann mit den frisch beringten Jungstörchen. Foto: Frank Vetter

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Stefan Eisenbart, Pierre und Kevin FIngermann mit den frisch beringten Jungstörchen. Foto: Frank Vetter

Die wichtigste Nachricht vorweg: Den vier von einem Blitzeinschlag betroffenen Störchen geht es gut. Seit gestern sind die beiden Jungstörche auch beringt und somit registriert.
Am frühen Mittwochmorgen hatten Feuerwehrleute gemeinsam mit den Vogelschützern Pierre und Kevin Fingermann den Storchen-Nachwuchs aus seinem brennenden Nest gerettet (das BT berichtete). Beim heftigen Gewitter über Plittersdorf hatte vermutlich ein Blitz in den Strommast eingeschlagen, auf dem die Störche ihren Horst gebaut hatten. Die Stadtwerke hatten den Strom auf der betroffenen Leitung abgeschaltet und am Ort des Geschehens in der Kleinwäldelestraße ein Ersatznest errichtet. Fünf Stunden waren Teile Plittersdorfs ohne Strom.

Ob es nun ein Blitzeinschlag, oder, wie der regionale Storchenbeauftragte Stefan Eisenbarth vermutet, ein Schmorbrand war, sei dahingestellt. Die etwa acht Wochen alten Jungstörche sind nun bei den Fingermanns in Obhut und erfreuen sich bester Gesundheit. Gestern wurden sie von Stefan Eisenbarth beringt. Unter A9W85 und A9W86 sind sie nun registriert. Zuvor, erzählt Eisenbarth, hat der Jungstorch im Badner-Hallen-Nest die Endziffern 84 erhalten.

Nisthilfe ist erforderlich

Nun sei es wichtig, dass die Eltern schnell einen Ersatz, eine sogenannte Nisthilfe, auf dem besagten Strommast erhalten. „Störche sind nesttreu“, erklärt Eisenbarth. Beide seien unverletzt und würden schon wieder mit dem Nestbau beginnen.

Die Stadtwerke hätten schnelle Hilfe zugesagt, lobt Eisenbarth das Engagement des Energieversorgers und der Feuerwehren. In allen Gemeinden bekämen die Vogelschützer Hubsteiger zur Nestkontrolle und Beringung der Störche zur Verfügung gestellt, betont er. In etwa zwei Wochen, schätzen die Fingermanns, werden die Jungstörche wohl fliegen können, die nach oben offene Voliere verlassen und ihr eigenständiges Leben beginnen. In diesem Jahr haben Pierre und Kevin Fingermann bereits sechs Störche geborgen, von denen vier überlebt haben, wie sie erzählen.

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Erstellt:
25. Juni 2021, 06:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

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