Gernsbach: Wasser tropft aus Tunnel-Decke

Gernsbach (stj) – Wenn aus einer Betondecke eines Straßentunnels Wasser spritzt, machen sich Verkehrsteilnehmer Sorgen. Das ist aktuell in der Gernsbacher Unterführung im Zuge der B462 der Fall.

Der Gernsbacher Tunnel: Bei geschlossener Unterführung kommt es immer wieder zu Staus. Foto: Stephan Juch

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Der Gernsbacher Tunnel: Bei geschlossener Unterführung kommt es immer wieder zu Staus. Foto: Stephan Juch

Sowohl beim Landratsamt in Rastatt als auch beim Regierungspräsidium in Karlsruhe ist das Tropfen von der Decke bekannt. Auf BT-Anfrage wird eine undichte Bauwerksfuge im Haupttunnel als Ursache genannt. Durch die Fuge dringe Wasser ein und laufe über die Zwischendecke, bevor es am Rande der Fahrspur in Richtung Gaggenau (circa 300 Meter hinter der südlichen Tunneleinfahrt) austritt. Eine Spezialfirma sei zur Verschließung der Fuge bereits beauftragt worden, informiert das Regierungspräsidium: „Der Ursache, woher das Wasser kommt, wird momentan auf den Grund gegangen.“ Ein Sicherheitsrisiko bestehe nicht, versichert die Behörde.

RP Karlsruhe: Ein Sicherheitsrisiko besteht nicht

Unterdessen mussten Verkehrsteilnehmer am Mittwoch einmal mehr den mitunter beschwerlichen Weg durch die Gernsbacher Innenstadt nehmen, wenn sie auf der Bundesstraße in Richtung Forbach unterwegs waren. Die halbseitige Sperrung des Tunnels hatte aber nichts mit der kaputten Fuge zu tun. Stattdessen erfolgte sie im Zuge der seit September 2019 im Auftrag des Regierungspräsidiums Karlsruhe laufenden Nachrüstung von vier Rettungstreppenhäusern (Materialanlieferung). Das Millionenprojekt, das inklusive der Ausstattung mit entsprechender Betriebstechnik im Jahr 2023 fertiggestellt werden soll, erfordert immer wieder Sperrungen im Tunnelbereich.

Diese bekommen jetzt zusätzliche Brisanz, weil parallel Felssicherungsmaßnahmen an der Kreisstraße 3700 zwischen Gernsbach und Obertsrot (Obertsroter Landstraße) stattfinden, die voraussichtlich bis Mitte März phasenweise ebenfalls eine Vollsperrung erfordern. Nach einem geologischen Gutachten gehe von dort Steinschlag- und örtlich Felssturzgefahr aus, erklärt das Landratsamt. Die K3700 wird bei einer Tunnelsperrung von Verkehrsteilnehmern, die in Richtung Gaggenau unterwegs sind, oft als Ausweichroute gewählt.

Ihr Autor

BT-Redakteur Stephan Juch

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Erstellt:
16. Februar 2022, 18:00 Uhr
Lesedauer:
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