Gernsbach: Wassergebühren steigen um 32 Cent

Gernsbach (stj) – Die Wassergebühren in Gernsbach steigen im kommenden Jahr. Das hat der Gemeinderat nun beschlossen.

Das Gernsbacher Wasser wird im nächsten Jahr etwas teurer. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa

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Das Gernsbacher Wasser wird im nächsten Jahr etwas teurer. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa

Mit 16 Ja- und sieben Neinstimmen (CDU und Alexander Hoff, Freie Bürger) hat der Gemeinderat am Montag der Änderung der Satzung über den Anschluss an die öffentliche Wasserversorgungsanlage und die Versorgung der Grundstücke mit Wasser zugestimmt. Dahinter verbirgt sich im Wesentlichen die Erhöhung der Wassergebühren um 32 Cent auf 2,87 Euro (netto) pro Kubikmeter.

Bei einem durchschnittlichen Wasserverbrauch von 46 m³ pro Person und Jahr bedeutet dies eine Mehrbelastung von 15,75 Euro, erläuterte Sean Allen Brent, der Leiter der Stadtwerke Gernsbach. Die deutliche Anhebung des Wasserpreises sei mit einem Anteil von rund 22 Cent pro m³ der PFC-Problematik geschuldet, von der der Wasserversorgungsverband Vorderes Murgtal (WVV) betroffen ist (siehe separaten Bericht). Dieser wiederum ist für die Zulieferung an die Stadtwerke Gernsbach verantwortlich. In der Kalkulation für den Wasserpreis der Stadt Gernsbach für das Jahr 2021 sei laut Brent eine deutliche Steigerung bei der Betriebskostenumlage an den Wasserverband festzusetzen. Der Wirtschaftsplan des Wasserverbands soll im Januar 2021 eingebracht und verabschiedet werden.

Höhere Einnahmen sollen auch in Verbesserungen fließen

Die letzte Wasserpreisanpassung der Stadtwerke Gernsbach, sie betrug zehn Cent, war schon der PFC-Problematik zuzuordnen. Im Dezember 2015 musste in der Kalkulation eine Verbandsumlage von knapp 756.000 Euro festgesetzt werden. Im Jahr 2019 lag die Umlage im Jahresergebnis bei knapp 879.000 Euro. Aufgrund des durchgängigen Ersatzwasserbezugs ist im Jahr 2020 von einer Umlage auszugehen, die erheblich über dem Planansatz von knapp 895.000 Euro des Wirtschaftsplans für das laufende Jahr liegen wird. Für die Kalkulation 2021 wird von einer Betriebskostenumlage von 1,2 Millionen Euro ausgegangen.

Die restlichen zehn Cent pro m³, um die der Wasserpreis steigt, resultieren aus den durchgeführten Verbesserungen der Organisationsstruktur beim Eigenbetrieb der Stadtwerke Gernsbach, erläuterte Brent. Darin enthalten sei der Aufwand, den das neue Betriebsgebäude im Gewerbegebiet Hillau verursacht, das zu Beginn des Jahres 2021 in Betrieb genommen werden soll.

Ihr Autor

Stephan Juch

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Erstellt:
16. Dezember 2020, 11:03 Uhr
Lesedauer:
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