Gernsbach kündigt Vereinbarung mit Landkreis

Gernsbach (stj) – Die Stadt hat die Vereinbarung mit dem Landkreis Rastatt für die Bereitstellung von Stellplätzen auf dem Färbertor gekündigt. Hintergrund ist die Schließung der HLA.

Für die Bereitstellung von Stellplätzen auf dem Färbertorplatz fehlt durch das beschlossene Aus der HLA Gernsbach künftig die Grundlage. Foto: Stephan Juch

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Für die Bereitstellung von Stellplätzen auf dem Färbertorplatz fehlt durch das beschlossene Aus der HLA Gernsbach künftig die Grundlage. Foto: Stephan Juch

Das jüngst vom Kreisrat beschlossene Aus der Handelslehranstalt (HLA) Gernsbach hat jetzt erste, über die Bildungseinrichtung hinausgehende Folgen: „Da sich der Landkreis Rastatt für die Schließung der HLA Gernsbach entschieden hat, besteht keine Grundlage mehr für die 1979 abgeschlossene Vereinbarung für die Bereitstellung von Stellplätzen auf dem Färbertor“, erläutert die städtische Pressestelle auf eine entsprechende BT-Anfrage. „Die Stadt Gernsbach hat daher die Vereinbarung zum Ablauf des Schuljahres 2021/22 gekündigt.“ Sollte die Schule erst zum Ablauf des Schuljahrs 2022/23 geschlossen werden, bestehe natürlich die Bereitschaft seitens der Stadt, die Gestattung für ein Jahr weiter fortzuführen. Die Bereitstellung von Stellplätzen auf dem Färbertorplatz ist seit 42 Jahren an die Nutzung der HLA Gernsbach gekoppelt.

Die Möglichkeit zur Kündigung der Vereinbarung mit dem Landkreis war bereits im Rahmen früherer Pläne zur Entwicklung der Brückenmühle im Jahr 2015 geprüft worden. Auch mit Blick auf den von der Stadt gewünschten fortlaufenden Betrieb der HLA Gernsbach seien diese Überlegungen aber nicht weiter verfolgt worden, blickt die Stadt zurück. Umgekehrt sei der Kreistagsbeschluss zur endgültigen Schließung der HLA Gernsbach jetzt der Anlass für die Kündigung dieser langjährigen Vereinbarung gewesen.

Folgenutzung des HLA-Gebäudes aktuell unklar

Der Stadt Gernsbach seien bisher keine Pläne für eine Folgenutzung des HLA-Gebäudes bekannt. Bürgermeister Julian Christ habe in seiner Rolle als Kreisrat „eindringlich vor einem Leerstand dieses landkreiseigenen Gebäudes gewarnt“, betont die Stadt weiter. Als Alternative für die in die Jahre gekommene Von-Drais-Grundschule, die am Standort zwischen Von-Drais- und Jahnstraße wohl nicht saniert werden kann, weil der Platz für den künftigen Ganztagsbetrieb dort nicht ausreiche, komme das HLA-Gebäude aber nicht in Betracht: „Aufgrund fehlender Außenflächen sowie der besonderen Bedürfnisse von Grundschulkindern (bisher war das Gebäude durch Jugendliche und Erwachsene genutzt) stellt sich für uns aktuell nicht die Frage nach einer Übernahme“, informiert die Stadt abschließend.


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