Gernsbach lädt zur „offenen Mühle“

Gernsbach (BT/uj) – Den sonst nicht zugänglichen Bereich der Brückenmühle in Gernsbach können Interessierte kennenlernen. Am 18. und 19. September gibt es die „Offene Mühle“.

Blick hinter die Kulissen: Am 18. und 19. September werden Führungen durch die Brückenmühle angeboten. Foto: Bernd Frank

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Blick hinter die Kulissen: Am 18. und 19. September werden Führungen durch die Brückenmühle angeboten. Foto: Bernd Frank

Der Termin hat in Gernsbach Tradition: Drittes Septemberwochenende, da steigt normalerweise das Altstadtfest. Wie im vergangenen Jahr hat die Stadtverwaltung das Fest wiederum abgesagt – bereits im Mai, wegen der fehlenden Planungssicherheit. Ganz ohne Aktivitäten wird dieses Wochenende jedoch nicht bleiben. Am 18. und 19. September findet mit der „Offenen Mühle“ eine Gemeinschaftsveranstaltung der Stenner & Frank KG und der Stadt Gernsbach statt. Im Rahmen von Führungen und einer Ausstellung bekommen Bürger und Interessierte die Chance, die Brückenmühle zu besichtigen.

Das Immobilienunternehmen Stenner & Frank erwarb im Juli dieses Jahres das denkmalgeschützte Gebäude, um es für Wohn- und Gewerbezwecke zu sanieren. Der Investor plant die Einrichtung von bis zu 26 Wohnungen in den oberen Stockwerken. Die Flächen im Erdgeschoss werden für gewerbliche Nutzung zur Verfügung gestellt. Lage und Größe wären laut Stadt ideal geeignet für ein Restaurant mit attraktiver Außenbestuhlung.

Maximal acht Teilnehmer je Führung

Vor dem Start der Baumaßnahmen erhält die Bevölkerung die Möglichkeit, den sonst nicht zugänglichen Bereich der Brückenmühle kennenzulernen und sich über das umfangreiche Bauvorhaben zu informieren. Hierzu gibt es Führungen unter der wechselnden Leitung von Bürgermeister Julian Christ und Stadtbaumeister Jürgen Zimmerlin als Vertreter der Stadt Gernsbach und Vertretern der Stenner & Frank KG. Der feierliche Auftakt mit Begrüßung durch Bürgermeister Christ und Investor Bernd Frank findet am Samstag, 18. September, um 10.30 Uhr statt. Anschließend startet um 11 Uhr die erste Führung durch Bürgermeister Christ.

Weitere Führungen werden stündlich von 12 bis 18 Uhr angeboten sowie eine letzte um 18.30 Uhr. Am Sonntag finden die Führungen stündlich zwischen 11 und 18 Uhr und die letzte um 18.30 Uhr statt. Eine Tour dauert etwa 20 Minuten, aus Sicherheitsgründen ist die Teilnehmerzahl jeweils auf acht Personen beschränkt.

Während für die Teilnahme an den Führungen Anmeldungen erforderlich sind, kann man die Ausstellung im Bereich des ehemaligen Pfannkuchs unangemeldet besuchen. Dort werden Bilder und Berichte über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Brückenmühle zu sehen sein. Zudem zeigt ein circa fünfminütiger Film in Dauerschleife einen virtuellen Rundgang durch die Brückenmühle.

Anmeldungen ab sofort möglich

„Die Brückenmühle ist ein stadtbildprägendes Gebäude. Lange haben die Gernsbacher auf eine Entwicklung gewartet. Nun, da es endlich vorwärts geht, ist es mir ein großes Bedürfnis, der Öffentlichkeit dieses spannende Objekt genauer vorzustellen“, freut sich Bürgermeister Julian Christ auf die Veranstaltung, die nicht zufällig auf das dritte Septemberwochenende fällt: Das erste Altstadtfest fand am 20./21. September 1975 statt, Anlass war eine Vereinbarung zwischen Bürgermeister Rolf Wehrle und dem damals neuen Gebäudeeigentümer Karl Braun, dass Gernsbach ein großes Fest organisieren würde, wenn Braun die Fassade der Brückenmühle sanieren würde. Seither ist die Veranstaltung fest im Kalender der Stadt Gernsbach verankert und findet – mit wenigen Ausnahmen – jährlich am dritten Septemberwochenende statt.

„Dieses Event ist eine tolle Sache. So können wir den Gernsbachern unsere Pläne direkt vor Ort vorstellen. Wir freuen uns schon jetzt auf die Begegnungen“, bestätigt Bernd Frank, Geschäftsführer der Stenner & Frank KG. Interessenten für Führungen können sich ab sofort bei der Tourist-Info anmelden, telefonisch unter Telefon (0 72 24) 6 44 44 oder per E-Mail an touristinfo@gernsbach.de. Die Kapazitäten sind begrenzt, weswegen die Stadtverwaltung zu einer frühzeitigen Anmeldung rät.

Alle Besucher werden um Einhaltung der geltenden Corona-Vorschriften gebeten. Nach der aktuellen Verordnung vom 16. August ist für die Teilnahme an einer Führung sowie für den Besuch der Ausstellung ein 3-G-Nachweis erforderlich.

Ihr Autor

BT-Redakteur Ulrich Jahn

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Erstellt:
16. August 2021, 20:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 47sec

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