Gestylte Styroporköpfe gegen Corona-Blues

Gernsbach (vgk) – Mit einer Kunstaktion in ihrem Salon an der Hofstätte vertreibt sich Friseurmeisterin Anita Löwenthal kreativ die frustrierende Zeit im Lockdown.

Anita Löwenthal beteiligt sich an der Aktion des Zentralverbands des Friseurhandwerks „Licht an, bevor es ganz ausgeht“. Außerdem ist sie im Lockdown kreativ. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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Anita Löwenthal beteiligt sich an der Aktion des Zentralverbands des Friseurhandwerks „Licht an, bevor es ganz ausgeht“. Außerdem ist sie im Lockdown kreativ. Foto: Veronika Gareus-Kugel

Für die Friseure ist der aktuell andauernde Lockdown buchstäblich zum Haareraufen. Keine Kunden, keine Einnahmen, nichts zu tun. Friseurmeisterin Anita Löwenthal kann den gebetsmühlenhaften Durchhalteparolen und Aufrufen zur Geduld mancher Politiker nur noch wenig abgewinnen.

Auch sie beteiligte sich kürzlich an der Aktion des Zentralverbands des Friseurhandwerks „Licht an, bevor es ganz ausgeht“. Allerorts schalteten die Friseure gestern vor einer Woche das Licht ein, um auf ihre Misere und Existenzängste aufmerksam zu machen. Der Friseursalon Löwenthal ist ohne Kunden ein Ort der Tristesse.

Tristesse zum Haareraufen

Etwas Farbe in diese bringen seit kurzem zehn Styroporköpfe. Statt von Haaren werden diese von üppiger Blätter- und Blumenornamentik umkränzt. Die roten Lippen aus Papier werden von süffisantem Lächeln umspielt. Der üppige und ausgefallene Halsschmuck ist ein echter Hingucker. Bei genauerer Betrachtung kann allerdings der Eindruck gewonnen werden, dass sich die Köpfe, ebenso wie die komplette Friseurbranche, im Dornröschenschlaf befindet, aus dem diese ganz schnell wieder erwachen möchte.

Verwendung fand im Rahmen des Kreativitätsausbruchs das auf dem Dachboden lagernde Dekorationsmaterial. Kein Blatt und keine Blume blieb dort zurück. „Ich wollte etwas Fröhliches haben in der tristen Zeit. Zudem bin ich gerne kreativ“, freute sich Anita Löwenthal im BT-Gespräch über die von ihr kreierte gelungene Schaufenstergestaltung.

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Erstellt:
7. Februar 2021, 16:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 39sec

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