Goldene Gitarre ins Murgtal geholt

Gaggenau (stn) – Die Gaggenauer Band „First Cream“ hat bei einem Musikwettbewerb den ersten Platz in der Kategorie „Beste Coverband“ belegt. Mit Hits der 80er-/90er-Jahre überzeugte sie die Jury.

Die sechsköpfige Band „First Cream“ aus Gaggenau kann die Jury beim Finale des Musikwettbewerbs mit Hits der 80er- und 90er-Jahre überzeugen. Foto: Archiv

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Die sechsköpfige Band „First Cream“ aus Gaggenau kann die Jury beim Finale des Musikwettbewerbs mit Hits der 80er- und 90er-Jahre überzeugen. Foto: Archiv

Eine vierköpfige Jury, sechs junge Musiker und 30 Minuten Zeit, um mit der Performance zu überzeugen und am Ende als Sieger nach Hause zu gehen. Dieser Herausforderung stellte sich am Samstag die Gaggenauer Band „First Cream“ – mit Erfolg. Beim Musikwettbewerb „Die Goldene Gitarre“ belegte sie in der Kategorie „Beste Coverband“ den ersten Platz.

„Wir waren überrascht, unfassbar froh und auch stolz“, lässt Bandpianist Lutz Merkel den besonderen Moment der Siegerverkündung im Gespräch mit dem Badischen Tagblatt Revue passieren. Für ihn und seine Bandkollegen Lea Würz (Sängerin), Maurice Spiller, Hannes Merkel (beide Gitarre), Nils Heinze (Schlagzeug) und Lennard Wegst (Bassist) ist es einer der „größten Erfolge“, wie sie selbst sagen.

Der Musikwettbewerb wird seit 2017 jährlich vom Karlsruher Radiosender „Die neue Welle“ veranstaltet. Beim diesjährigen Finale auf dem Stadtfest in Karlsruhe, bei dem je drei Bands aus den Kategorien „Bands mit eigenen Songs“ und „Coverbands“ gegeneinander angetreten sind, heizte „First Cream“ dem erwartungsvollen Publikum und der Jury eine halbe Stunde lang mit Coversongs der 1980er- und 90er-Jahre ein. Auf der Playlist standen Hits wie „Separate Ways“ von Journey, „Rebel Yell“ von Billy Idol, „Layla“ von Eric Clapton und eine Rockversion von Billie Eilishs „Bad Guy“. Mit diesem Repertoire konnte die Band aus Gaggenau sich am Ende gegen ihre Konkurrenten durchsetzen.

Preisgeld als Investition in besseres Equipment

Zuvor hatten sie sich online per Video für den Wettbewerb beworben. „Als wir die E-Mail bekommen haben, dass wir beim Finale live dabei sind, haben wir uns riesig gefreut“, erzählt Merkel. Schon im Vorjahr hätten sie eine Bewerbung eingereicht, es damals allerdings nicht bis ins Finale geschafft.

Davon abschrecken ließen sie sich jedoch nicht. „Aufgrund von Corona hatten wir wenig Auftritte. Das hat der Band nicht gutgetan“, sagt der Pianist. Der Wettbewerb 2021 sei deshalb der „perfekte Ansporn“ gewesen, um zu proben. Nun konnte die sechsköpfige Band am Samstag die Früchte ihrer Arbeit ernten. „Wir konnten es nicht fassen, dass wir mit der goldenen Gitarre und dem Scheck in Höhe von 3.000 Euro nach Hause fahren“, freut sich Merkel. Wofür sie das Geld verwenden, weiß die junge Truppe im Alter von 19 bis 21 Jahren auch schon: Es soll in besseres Equipment investiert werden, um „auch in Zukunft die Mengen mit erstsahniger Musik zu beschallen“.

Außer der „Goldenen Gitarre“, die nun – wie Merkel verrät – im Proberaum der Band in Ottenau steht, und dem Preisgeld, gab es auch eine Studioproduktion von drei Songs zu gewinnen. Ein weiteres „persönliches Highlight“ sei aber auch der Auftritt im Allgemeinen gewesen, da es der erste in Karlsruhe war.

Hattrick für Musiker aus der Region

Damit ging der Preis bereits das dritte Jahr in Folge ins Murgtal. Beim Contest 2020 belegte die Forbacher Band „Endeffekt“ den ersten Platz in der Kategorie „Beste Band mit eigenen Songs“. Und im Jahr davor gewann Marko Jurcevic mit seiner Band „Bambi & Friends“ in derselben Kategorie „Die Goldene Gitarre 2019“.

Zudem wurden Argentina und Martin Schumacher von der Musikschmiede in Gaggenau als Duo „Loopbox“ 2019 unter die Top 5 der besten Coverbands aus der Region gewählt.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Nora Strupp

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Erstellt:
13. Oktober 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 39sec

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