„Gorillas“ und „Pinguine“ in Bühlertal

Bühlertal (baw) – Eine ungewöhnliche Französischstunde hat am Dienstag an der Franziska-Höll-Grundschule in Bühlertal staggfeunden: Dort hat das „France-Mobil“ Station gemacht.

„France-Mobil“-Lektorin Emilie Frémont bringt den Schulkindern der Franziska-Höll-Grundschule in Bühlertal spielerisch die französische Sprache näher. Foto: Barbara Wersich

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„France-Mobil“-Lektorin Emilie Frémont bringt den Schulkindern der Franziska-Höll-Grundschule in Bühlertal spielerisch die französische Sprache näher. Foto: Barbara Wersich

Wie viel Freude Französischunterricht machen kann, bewies der Besuch der „France-Mobil“-Lektorin Emilie Frémont aus Freiburg am Dienstag an der Franziska-Höll-Grundschule in Bühlertal. Da wurden die Schulkinder der dritten und vierten Klassen schon mal zum Gorilla, der sich auf die Brust klopfte, oder sie watschelten wie ein Pinguin durchs Zimmer – und das alles natürlich auf Französisch.
Ob „France-Mobil“ denn jede zweite Woche in die Schule kommen könnte, wurde da von den Schülern gefragt. Schließlich mache Französisch so lebendig und spielerisch viel mehr Spaß, stellten die Kinder fest. „Dabei läuft der Französischunterricht bei mir eigentlich nicht anders ab“, erklärte Eva Lebel, Klassenlehrerin der 4b, und freute sich über den offenen Umgang ihrer 14 Schüler mit der französischen Muttersprachlerin.

Bereits in den vergangenen Jahren war „France-Mobil“ in der Bühlertäler Grundschule zu Gast gewesen, um den Schülern mit verschiedensten Animationstechniken die Angst vor der neuen Sprache zu nehmen. Die 45 Minuten pro Klasse startete die Lektorin mit einem Würfelspiel, bei dem sich die Kinder auf französisch persönlich vorstellen durften. Ein wenig Mut gehörte natürlich auch dazu, sich in der fremden Sprache vor den Klassenkameraden mitzuteilen. Doch spätestens beim Tier-Erraten zeigten die Kinder dann, was sie in den vergangenen Jahren bereits gelernt hatten. Am Ende der Schulstunde durften die Schüler der mobilen Lektorin auch auf deutsch Fragen stellen, und die 28-jährige Französin berichtete von Auslandsaufenthalten in Neuseeland und England, bevor sie im vergangenen September nach Deutschland kam.

Fragen zum Alltag in Frankreich

Bei dem Mitmach-Programm von „France-Mobil“ erfuhren die Kinder so auch, dass das Erlernen von Fremdsprachen das Reisen in andere Länder erleichtern kann. Besonders interessiert schienen die Schüler am Schulalltag in Frankreich. Fragen, ob der Unterricht an französischen Grundschulen wirklich jeden Tag bis spät nachmittags ginge und ob Sirup tatsächlich das Lieblingsgetränk der französischen Kinder sei, konnte die Lektorin, wenn ihr die deutschen Worte fehlten, auch mit Händen und Füßen gut beantworten.

„Kinder, die Zuhause zweisprachig aufwachsen oder in der Schule früh eine zweite Sprache erlernen, tun sich meist leichter in solchen Situationen, verstehen schnell und können sich auch mit Gesten freier verständigen“, meinte Lebel, die auch in den Homeschooling-Zeiten großen Wert auf ihren Sprachunterricht gelegt hatte.

Bereits vergangenes Jahr hatte sich die Franziska-Höll-Grundschule für einen Besuch von „France-Mobil“ beworben, doch der Termin im Dezember 2020 musste damals abgesagt werden. Die insgesamt zwölf Lektoren von „France-Mobil“ sind in ganz Deutschland verteilt, besuchen sowohl allgemeinbildende als auch berufliche Schulen und unterstützen so die Sprachförderung aller Altersgruppen. Angeboten wird „France-Mobil“ vom Deutsch-Französischen Jugendwerk zusammen mit der französischen Botschaft in Deutschland und dem Institut Français Deutschland.

www.francemobil.fr

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Erstellt:
16. Juni 2021, 11:00 Uhr
Lesedauer:
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