Gottes Zeichen führt nach Durmersheim

Durmersheim (manu) – Der neue Jugendreferent der Kreuzkirche Durmersheim kommt aus Ostfriesland: Reeno de Vries will seine Gaben und seinen Charakter dort einbringen.

Reeno de Vries ist der neue Jugendreferent der Kreuzkirche Durmersheim.Foto: privat

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Reeno de Vries ist der neue Jugendreferent der Kreuzkirche Durmersheim.Foto: privat

Sein Vor- und Nachname seien „typisch für Ostfriesland“, sagt Reeno de Vries. Ganz oben im Norden ist seine Heimat, weit unten im Südwesten nahm er Mitte September seine Arbeit als Jugendreferent der evangelischen Kirchengemeinde von Au am Rhein, Durmersheim und Elchesheim-Illingen auf.

Geboren wurde de Vries in Essen. „Das liegt daran, dass mein Vater Pastor ist, und die Familie mit seinen Wirkungskreisen mitzog“, sagt er im BT-Gespräch. Die logische Schlussfolgerung daraus wäre, dass man es beruflich dem Vater gleichtut und ebenfalls einen theologisch fundierten Beruf ergreift. Doch ganz so glatt lief es nicht bei de Vries.

„Als Teenager war mir klar, dass ich mit dem Glauben gehen möchte, denn ich bin mit christlichen Werten groß geworden“, sagt er. Im Jahr 2017 nach dem Abitur absolvierte er seinen Bundesfreiwilligendienst beim ostfriesischen Kreisverband der Jugendorganisation „Entschieden für Christus“ (EC). Seine Wurzeln sieht de Vries ganz klar in der Nordhälfte der Republik, „weil dort meine Familie und Freunde sind“.

Theologie und Pädagogik studiert

Ab 2018 studierte er drei Jahre Theologie und Pädagogik in Wuppertal an der Evangelistenschule Johanneum. In dieser Zeit hinterfragte er Glaubensinhalte neu, reflektierte das, was ihm die Eltern vorlebten, fand seine persönliche Richtung. „Gläubig war ich schon immer, aber erst im Studium erhielt das Ganze so richtig eine Tiefe.“ Anfang 2021 ging es darum, wo er nach dem Studium seinen Berufseinstieg finden würde. In einem „Job-Katalog“ stöberte er nach geeigneten Aufgaben ab Nordrhein-Westfalen nordwärts. „Die Auswahl war vielfältig, so bat ich Gott um ein Zeichen.“

De Vries zielte wegen der günstigen Erreichbarkeit von Familie und Freunden auf Münster ab, als ihm ein Angebot vom südwestdeutschen EC ins Haus flatterte. Im tiefen Mittelbaden sei ein Jugendreferent gefragt, hieß es. „Mit dem EC bin ich gut vertraut; ich finde den EC sehr interessant, denn man erhält große Unterstützung von vielen Menschen.“ Zunächst hatte der junge Mann seine Zweifel in Bezug auf den geografischen Süden. Dialekt und Temperament sind ganz anders als im Norden. „Ich schrieb eine E-Mail-Absage, war kurz davor, auf den ‚Senden‘-Knopf zu drücken“. Dann rief er sich in Erinnerung, dass er es sich eigentlich zum Ziel gesetzt hatte, sich von Gott leiten zu lassen auf seinen Wegen und nicht ausschließlich seine eigenen Vorlieben zu verfolgen. „Mit meinen Gaben und meinem Charakter“ startet de Vries nun in der Kreuzkirche. Den sprachlichen Eigenheiten der Region sieht er entspannt entgegen. Am Sonntag, 17. Oktober, stellt er sich im 10-Uhr-Gottesdienst der Kirchengemeinde vor.

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Erstellt:
8. Oktober 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 18sec

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