Grenke: Neugeschäft bricht ein

Baden-Baden (vo) – Der Leasingspezialist Grenke hat unter anderem konjunkturbedingt im ersten Geschäftsquartal beim Leasing-Neugeschäft einen Rückgang von rund 46 Prozent verzeichnet.

Der Leasingspezialist Grenke muss einen deutlichen Rückgang beim Neugeschäft vermelden. Die Marge stieg hingegen. Foto: Uli Deck/dpa

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Der Leasingspezialist Grenke muss einen deutlichen Rückgang beim Neugeschäft vermelden. Die Marge stieg hingegen. Foto: Uli Deck/dpa

Grenke hat unter anderem wegen der schwächeren Konjunktur als Folge der Corona-Pandemie im ersten Geschäftsquartal beim Leasing-Neugeschäft einen Rückgang von rund 46 Prozent auf 365,8 Millionen Euro (Vorjahr. 681,3 Mio.) verzeichnet. Das teilte das Baden-Badener Unternehmen mit. Die Marge, gemessen am Deckungsbeitrag, stieg dagegen im Vergleich zum Vorjahr leicht an auf 19,5 Prozent (Vorjahr: 18,2 Prozent). Laut Grenke sei dies auf den Fokus auf das profitable Small-Ticket-Geschäft zurückzuführen. Als „Small-Tickets“ werden Leasing-Verträge im Volumen zwischen 500 und 25.000 Euro bezeichnet. „Zwar sind wir pandemiebedingt im ersten Quartal 2021 noch nicht wieder auf dem Vor-Corona-Niveau angekommen, aber wir konnten in den letzten Tagen steigende Anfragen im Leasing-Neugeschäft verzeichnen. Damit liegen wir sogar über dem Niveau der letzten Märztage des Geschäftsjahres 2020“, wird die Vorstandsvorsitzende Antje Leminsky in einer Mitteilung zitiert.

Das Factoring-Neugeschäft verzeichnete mit einem angekauften Forderungsvolumen von 155,4 Mio. Euro einen Rückgang um 9,5 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode (Vorjahr: 171,7 Mio.). Das Neugeschäft der Grenke-Bank lag mit 14,7 Millionen Euro um 18,2 Prozent unter Vorjahresquartal (Vorjahr: 18,0 Mio.) und sei auf das Mikrokreditgeschäft zurückzuführen.

Prüfungen laufen noch.

Zum Stand der Untersuchungen bezüglich der Kritik an der Bilanzierung erwartet Grenke noch in diesem Monat neue Ergebnisse. Aktuell laufen die Prüfungen durch die von der BaFin mandatierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Bazars sowie der parallelen Jahresabschlussprüfung durch KPMG noch. Das Unternehmen kündigte an, am 30. April die Geschäftsjahreszahlen für das Jahr 2020 zu veröffentlichen.

Der Leasingspezialist war im vergangenen Jahr mit seinem Geschäftsmodell und der Behandlung von Franchise-Gesellschaften ins Kreuzfeuer von Leerverkäufern am Aktienmarkt geraten. Diese warfen dem Unternehmen Manipulation vor. Seitdem versucht die Grenke AG die Vorwürfe zu entkräften.

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Erstellt:
7. April 2021, 09:12 Uhr
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