Grokage Gaggenau: Zusammenhalt via Internet

Gaggenau (tom) – Überarbeitung der Homepage, Aktionen über die Sozialen Medien: Eigentlich wäre jetzt „Sitzungswoche“ für die Grokage, nun aber laufen Online-Aktionen.

Seit Wochen glühen bei den jungen Mitgliedern der Grokage die Tastaturen. Notgedrungen können sie sich nur virtuell bei Video-Konferenzen treffen. Foto: Grokage Gaggenau

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Seit Wochen glühen bei den jungen Mitgliedern der Grokage die Tastaturen. Notgedrungen können sie sich nur virtuell bei Video-Konferenzen treffen. Foto: Grokage Gaggenau

Der Blick nach vorn ist das eine – auf die Mittsommernacht-Comedy Show, die am 18. und 19. Juni in der Jahnhalle das Publikum begeistern soll – der Blick zurück ist das andere. Denn in diesen Tagen wären normalerweise die Grokage-Mitglieder im Sitzungsfieber: Halle dekorieren, Bühnenaufbau, Generalproben, Sound- und Lichtcheck für die großen Sitzungen am Wochenende. Stattdessen glühen die Handy-Tastaturen. Die jungen Leute wollen ihren Verein in den Sozialen Medien präsentieren.

„Das Social-Media-Team hat verschiedene Posts in den nächsten Wochen geplant“, berichtet Petra Zink. So werden Bilder gepostet; sie zeigen die Grokage bei Veranstaltungsbesuchen. Diese werden an dem Datum gepostet, an dem die Veranstaltung dieses Jahr geplant gewesen wäre.

Die schönsten Schnappschüsse

Video-Slideshows sind für die Zeit vom 22. bis 24. Januar, also am Sitzungswochenende, vorgesehen. „Für beide Anlässe durchstöbern unsere Mitglieder ihre privaten Bilderarchive und senden uns die schönsten Schnappschüsse“, berichtet Zink. Und Nadja Huck ergänzt: „Wir möchten damit Einblicke hinter die Kulissen gewähren und zeigen, wie die Bühnenaktiven und Helfer die Sitzungswochenenden normalerweise erleben. Da wird auch der eine oder andere Gänsehautmoment dabei sein.“

Eine bis zwei Slideshows werden aus Fotos bestehen, die von den Mitgliedern in dieser Woche in ihren Wohnzimmern aufgenommen werden. Auch wenn es „nur“ Bilder und Filme sind: Es ist einiges an Zeitaufwand zusammengekommen. „Das Feedback, das wir in den letzten Tagen erhalten haben, war unglaublich positiv. Zum einen schwelgen die Mitglieder in den Erinnerungen, zum anderen ist die kleine Foto-Challenge eine abwechslungsreiche Aufgabe und lässt das Fastnachtsfeeling wieder aufleben.“

Huck, Zink und ihre Mitstreiter im Social-Media-Team kümmern sich derzeit auch um die Überarbeitung der Grokage-Homepage.

Vorfreude auf die Comedy-Show

Vorsitzender Hans-Wolfgang Paulusch ist voll des Lobes über seine junge Truppe: „Das #waszumuhu-Team leistet tolle Arbeit.“ Pflege fastnachtlichen Brauchtums könne und müsse auch online stattfinden – „angesichts der Corona-Regeln, die persönliche Begegnungen nicht ermöglichen, erweisen sich Soziale Medien als wichtiger Baustein für Kommunikation und Miteinander. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, Spaß und Freude zu vermitteln, um dem trostlosen Alltag, wenn einem die Decke auf dem Kopf fällt, zu entkommen.“

Instagram, Facebook, Homepage: Virtuell ist die Grokage also unterwegs, doch auch fürs richtige Narrenleben hat Paulusch noch die eine oder andere Aktion in Planung: „Ob und wie diese realisiert werden können, hängt von der aktuellen Corona-Lage ab. Denn die Gesundheit aller hat für mich die höchste Priorität.“ Nach wie vor guter Dinge sei der Verein, dass man mit der Gestaltung von Schaufenstern einen närrischen Impuls setzen kann. Klassische Kostüme – auch von anderen Zünften der Gesamtstadt – könnten in der City zumindest ein bisschen Fastnachtsstimmung verbreiten – auch wenn die Einkaufsstraßen leer sind.

Auch beim bislang nicht genehmigten Aufstellen eines Narrenbaums will Paulusch bei OB Florus nachhaken. Schließlich habe dieser den Fastnachtern einige Male seine Unterstützung zugesagt. Aber bislang stehen nur in anderen Städten und Gemeinden Narrenbäume – mit Hilfe der Kommunen. Und nicht zuletzt, so Paulusch: „Wir hoffen, dass wir unsere Comedy-Show am 18. und 19. Juni vor hoffentlich vielen Besuchern in der Jahnhalle ausrichten können. Unser künstlerisches Team arbeitet an der Programmgestaltung und schreibt bereits das Regiebuch.“

Petra Zink (links) und Nadja Huck koordinieren mit ihrem Social-Media-Team die Aktivitäten im Vorfeld der diesjährigen Fastnacht. Foto: Thomas Senger

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Petra Zink (links) und Nadja Huck koordinieren mit ihrem Social-Media-Team die Aktivitäten im Vorfeld der diesjährigen Fastnacht. Foto: Thomas Senger

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Erstellt:
20. Januar 2021, 22:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 39sec

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