Große Erleichterung bei Gaggenauer Friseuren

Gaggenau (stn) – Friseursalons haben seit Montag nach zehnwöchigem Corona-Lockdown wieder geöffnet. Die Freude hierüber ist bei den Kunden groß, die Terminkalender der Saloninhaber entsprechend voll.

Nadine (links) und Inhaberin Elisa Vacca sind erleichtert, dass sie endlich wieder arbeiten dürfen. Foto: Nora Strupp

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Nadine (links) und Inhaberin Elisa Vacca sind erleichtert, dass sie endlich wieder arbeiten dürfen. Foto: Nora Strupp

Zweieinhalb Monate lang waren die Schaufenster der örtlichen Friseursalons aufgrund des Corona-Lockdowns dunkel, blieben Schere, Föhn und Haarfärbemittel unangetastet in den Schubladen liegen. Doch seit Montag heißt es endlich wieder „Waschen, Schneiden, Föhnen, bitte“. Die Erleichterung und Freude hierüber ist nicht nur bei den Saloninhabern groß, sondern auch bei den Kundinnen und Kunden.

Termine beim Friseur sind dementsprechend heiß begehrt. Vielerorts bietet sich bei einer BT-Umfrage in der Gaggenauer Innenstadt am Montag dasselbe Bild: Das Telefon klingelt im Minutentakt, alle verfügbaren Plätze in den Salons sind belegt, die Terminkalender sind voll.

Verlängerte Öffnungszeiten bei „Stilissimo da Elisa“

So auch bei „Stilissimo da Elisa“. „Es ist stressig, weil viel los ist“, fasst Nadine vom Team um Inhaberin Elisa Vacca die Situation zusammen. Über die Wiedereröffnung freut sie sich aber trotzdem sehr. „Endlich! Das ist super“, bringt sie ihre Erleichterung zum Ausdruck. „Wir hatten zehn Wochen geschlossen. Das ist schon lang und reicht erst mal.“ Um der Flut an Terminanfragen Herr zu werden, wurden die Öffnungszeiten verlängert. Normalerweise wäre das Geschäft montags geschlossen, doch in den nächsten Wochen werden auch an diesem Tag durchgehend von 7 bis 22 Uhr Haare gewaschen, geschnitten und gefärbt. „So lange, bis man alles abgearbeitet hat“, meint Elisa Vacca.

Dieser Tage viel zu tun hat auch Aktas Süleyman, Inhaber des „Friseursalon Class“. „Heute Morgen war viel los“, berichtet er. „Alle wollen jetzt auf einmal die Haare geschnitten bekommen. Das ist normal. Aber wir freuen uns ohne Ende und sowohl wir als auch unsere Kunden hoffen, dass nicht noch einmal geschlossen werden muss.“ Der Lockdown bereitete ihm in den vergangenen Wochen große, finanzielle Sorgen. „Aus gesundheitlichen Gründen kann ich den Lockdown nachvollziehen. Aber ich muss auch ja auch von irgendetwas leben. Und auch meine Mitarbeiter haben Familie und ihre Ausgaben.“

Trotz allem Verständnis für den Lockdown überwiegt die Freude auch beim Team des „Friseur Klier“ im Murgtalcenter. „Es ist schön, dass wir wieder aufmachen und arbeiten dürfen“, erzählt die Angestellte Larissa Blessing. Sie und ihre Kolleginnen haben „gut zu tun“, wie sie sagt. „Wir sind circa einen Monat im Voraus ausgebucht.“

Hans-Georg Meschede (rechts) bekommt von Aktas Süleyman einen flotten Haarschnitt verpasst. Foto: Nora Strupp

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Hans-Georg Meschede (rechts) bekommt von Aktas Süleyman einen flotten Haarschnitt verpasst. Foto: Nora Strupp

Strenges Hygienekonzept kann Freude nicht trüben

An dem Hygienekonzept der Friseursalons hat sich derweil nichts geändert. Im Eingangsbereich stehen Desinfektionsspender bereit, abhängig von der Ladengröße darf nur eine bestimmte Anzahl an Leuten das Geschäft betreten – natürlich ausschließlich mit medizinischer oder FFP2-Maske, die Kontaktdaten der Kunden werden notiert, die Gerätschaften wie Schere oder Umhang sowie die Kontaktflächen werden nach jeder Benutzung gründlich desinfiziert und gereinigt. Zeitschriften und Getränke dürfen nicht angeboten werden. Verboten sind zudem kosmetische Dienstleistungen wie das Färben und Zupfen der Augenbrauen und Wimpern.

Die strengen Hygienemaßnahmen können jedoch die Erleichterung und Freude auch aufseiten der Kundinnen und Kunden nicht trüben. „Ich habe lange darauf gewartet“, erzählt Hans-Georg Meschede lachend, der am Montag von Süleyman einen flotten Haarschnitt verpasst bekam.

„Ich bin richtig froh und glücklich darüber, dass man wieder kommen kann“, meint auch Maria Heberle, deren Haare beim Friseur Klier eine farbliche Auffrischung erhielten. „Ich hoffe, dass der Friseursalon jetzt offen bleibt – auch für die Angestellten.“

Für Gitta Kählke, die extra aus Baden-Baden nach Gaggenau zum „Haarstudio Cut-it“ kam, fühlt sich der Haarschnitt sogar an „wie ein zweites Leben“.

Gitta Kählke kommt aus Baden-Baden ins „Haarstudio Cut-it“. Foto: Nora Strupp

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Gitta Kählke kommt aus Baden-Baden ins „Haarstudio Cut-it“. Foto: Nora Strupp

Ihr Autor

BT-Volontärin Nora Strupp

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Erstellt:
1. März 2021, 22:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 43sec

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