Große Nachfrage bei Impfambulanz in Bad Rotenfels

Gaggenau (stg) – Mit einigen Schwierigkeiten bei der Terminvergabe ist die Impfambulanz in der Festhalle Bad Rotenfels am Mittwoch gestartet. Bis zu 450 Impflinge können dort pro Tag geimpft werden.

Nur mit Termin: Damit soll bei der Impfambulanz in Bad Rotenfels verhindert werden, dass der Andrang und die Wartezeit zu groß wird. Termine kann man online oder telefonisch ergattern. Foto: Silas Grittmann

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Nur mit Termin: Damit soll bei der Impfambulanz in Bad Rotenfels verhindert werden, dass der Andrang und die Wartezeit zu groß wird. Termine kann man online oder telefonisch ergattern. Foto: Silas Grittmann

„Error 404“: Diese Fehlermeldung tauchte am Dienstag auf der Internetseite der neuen Gaggenauer Impfambulanz in der Festhalle Bad Rotenfels auf. Wegen der hohen Nachfrage nach Terminen war das Portal zusammengebrochen. „Vermutlich lag es an der hohen Serverlast“, sagte Dominik Zoller am Mittwochmorgen. „Wir können nur Menschen mit Termin impfen, weil sonst der Andrang zu groß werden würde.“ Der Leiter der zuständigen Taskforce des Landkreises Rastatt betonte, dass die Internetseite zur Anmeldung aber schnell wieder online gewesen sei.

Am Mittwoch waren laut Zoller alle Termine zum Start der Impfaktion in Gaggenau vergeben. Diese können die Menschen neben der Webseite auch telefonisch über eine Hotline buchen. Doch auch dort gab es Schwierigkeiten – etwa bei Klaus Zick. Der Gernsbacher versuchte am Dienstag und Mittwoch, einen Termin für seine Boosterimpfung zu ergattern. Doch er ging leer aus. „Ich habe jetzt ungefähr den 45. Anruf gestartet“, sagte er am Mittwochnachmittag auf Nachfrage dieser Zeitung. Noch kein einziges Mal sei er durchgekommen, obwohl er es am Mittwoch seit 8 Uhr versucht habe.

Zick kritisierte die Organisation der Terminvergabe. Bisher habe er mit Impfzentren aber nicht nur schlechte Erfahrungen gemacht. Gerade das Personal sei fleißig und mache einen guten Job. „Die Umsetzung lässt leider oft noch zu wünschen übrig“, betonte er. Auch Reiner Grässle hatte anfangs Probleme, einen Termin zu bekommen.

Impfstraßen mit Moderna und Biontech

Der erste Impfling am Mittwoch erzählte, dass er es gegen 17 Uhr am Dienstag aber geschafft habe, sich über die Webseite anzumelden. Nach seiner Impfung zeigte er sich zufrieden mit der neuen Impfambulanz. „Es ging alles sehr schnell“, lobte er. Wie viele andere ist er zur Boosterimpfung in die Festhalle gekommen. „Bei den ersten beiden Impfungen habe ich Biontech bekommen, jetzt dann Moderna“, erzählte Grässle. Das Personal der Impfambulanz verimpft nur an Menschen über 30 Jahren Moderna. „Wir haben getrennte Impfabteile für Moderna und für Biontech“, erklärte Dominik Zoller. Im Vollbetrieb stünden sogar drei Impfstraßen zur Verfügung. In der Anlaufphase würden erst mal nur zwei von drei Impfstraßen genutzt, erklärte er. Unter Volllast könnten dann aber bald bis zu 450 Menschen pro Tag geimpft werden.

Zu den ersten Impflingen am Mittwoch gehörten auch Antonia Klöpfer und Moritz Eichin. „Ich habe relativ früh immer wieder nach Terminen geguckt“, sagte Antonia Klöpfer. „Die Webseite war megalangsam“, ergänzte sie. Trotzdem habe alles einwandfrei funktioniert. „Wir mussten jetzt nur Ausweis, die Mailbestätigung und den Impfpass zeigen“, sagte Moritz Eichin. Die beiden waren ebenfalls zur Boosterimpfung in der Festhalle.

„Bei uns impft vor allem die niedergelassene Ärzteschaft“, sagte Dominik Zoller. Einer der impfenden Ärzte ist Dietrich von der Hülst aus Gaggenau. Von der Hülst war am Mittwoch für die Biontech-Impfstraße zuständig. Die andere aktive Impfstraße durchlief Bruno Graber für seine Boosterimpfung mit Moderna. Er hatte im Vorfeld ebenfalls Probleme mit der Terminvergabe. Er versuchte es am Dienstagmorgen. Doch da habe es auf der Internetseite geheißen, dass die Termine erst nachmittags freigeschaltet werden, sagte Graber. Dann rief er mehrfach bei der Hotline an. Ohne Erfolg. Doch er gab nicht auf und sicherte sich letztlich am Dienstagnachmittag einen Termin. Diesen konnte er nur wahrnehmen, weil er sein Handy dabei hatte. Er habe nicht gewusst, dass man normalerweise die Terminbestätigung als Ausdruck mitnehmen müsse.

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unserem Mitarbeiter Silas Grittmann

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Erstellt:
2. Dezember 2021, 15:51 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 55sec

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