Großes Interesse an Covid-19-Schutzimpfung im Land

Stuttgart (bjhw) – Aktuell sind in Baden-Württemberg alle Impftermine vergeben. Über 20.000 Menschen haben sich schon über die Hotline 116 117 gemeldet. Anrufer müssen mit Warteschleifen rechnen.

Mehr als 20.000 Impfungen sind in Baden-Württemberg bereits vereinbart worden. Symbolfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild Pool/dpa

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Mehr als 20.000 Impfungen sind in Baden-Württemberg bereits vereinbart worden. Symbolfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild Pool/dpa

Zumindest beim Start und aufgrund vorhandener Kapazitäten kann von einer Corona-Impfskepsis in Baden-Württemberg keine Rede sein. Denn gegenwärtig sind alle möglichen Termine vergeben. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Montag das Land als positives Beispiel hervorgehoben, weil bereits mehr als 20.000 Impfungen vereinbart seien. Wie das Stuttgarter Sozialministerium mitteilt, ist das ausschließlich über die Hotline 116 117 möglich. „Wir haben aktuell Kapazitäten von 500 Vollzeitstellen im Callcenter im Einsatz“, sagt eine Ministeriumssprecherin weiter. Für Impfwillige sei eine Wartezeit von rund zehn Minuten vorgesehen. Die allerdings könne derzeit „durch teilweise extremen Redebedarf Anrufender nicht eingehalten werden“.

87.750 Dosen sollen pro Woche geliefert werden

Nach den ersten 9.750 Impfdosen vom Sonntag stehen ab sofort weitere 78.000 zur Verfügung, so dass nach und nach auch weitere Termine verabredet werden können. Noch vor dem Jahreswechsel am Donnerstag ist die Übergabe von 87.750 Dosen geplant. Im selben Umfang erfolgen bis auf Weiteres alle wöchentlichen Lieferungen von Biontech/Pfizer. Erst im neuen Jahr wird es Termine nicht nur für die neun zentralen Impfzentren (wie beispielsweise dem in Karlsruhe, Anm. d. Red.) sondern auch für die Kommunalen Impfzentren (KIZ) in allen Stadt- und Landkreisen geben. Sie nehmen ihre Arbeit am 15. Januar auf.

Holger Hennig, Leiter der Apotheke des Klinikum Stuttgart füllt im Impfzentrum des Klinikum Stuttgart mit einer Apothekerin Impfdosen in Kühlboxen, die für mobile Impfteams vorbereitet werden. Am Sonntag haben die Corona-Impfungen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer in Deutschland begonnen. Foto: Marijan Murat/dpa

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Holger Hennig, Leiter der Apotheke des Klinikum Stuttgart füllt im Impfzentrum des Klinikum Stuttgart mit einer Apothekerin Impfdosen in Kühlboxen, die für mobile Impfteams vorbereitet werden. Am Sonntag haben die Corona-Impfungen mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer in Deutschland begonnen. Foto: Marijan Murat/dpa

Anspruch auf die Covid-19-Schutzimpfung haben derzeit nach der entsprechenden Verordnung des Bundes vor allem Personen über 80. Wer in einer stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen untergebracht ist oder dort arbeitet, bekommt über mobile Impfteams die Möglichkeit einer Impfung und benötigt deshalb keinen Termin in einem Impfzentrum.

Im Abstand von drei bis vier Wochen nach der ersten Impfung wird erneut geimpft, pro Person wird aktuell mit insgesamt zwei Dosen gerechnet. Symbolfoto: Andreas Arnold/dpa pool/dpa

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Im Abstand von drei bis vier Wochen nach der ersten Impfung wird erneut geimpft, pro Person wird aktuell mit insgesamt zwei Dosen gerechnet. Symbolfoto: Andreas Arnold/dpa pool/dpa

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