Großes Interesse an ausrangierten Bänken

Gernsbach (vgk) – Die Sitzmöbel der Liebfrauenkirche werden für einen guten Zweck abgegeben. Das frisch renovierte Gotteshaus wird künftig mit Stapelstühlen ausgestattet.

Das Transportteam Werner Meier (vorne) und Familie Nett organisiert den Zulieferdienst der ausrangierten Bänke der Liebfrauenkirche, die für einen guten Zweck verkauft werden. Foto: Veronika Gareus-Kugel

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Das Transportteam Werner Meier (vorne) und Familie Nett organisiert den Zulieferdienst der ausrangierten Bänke der Liebfrauenkirche, die für einen guten Zweck verkauft werden. Foto: Veronika Gareus-Kugel

Eine Kirchenbank für die Terrasse, als zusätzliche Sitzgelegenheit im Haus oder als adäquater Holzlieferant: Die „Aktion Kirchenbank“ – die Gelegenheit, eine oder mehrere der ausgemusterten kirchlichen Sitzmöbel erwerben zu können – weckte nicht nur innerhalb der Seelsorgeeinheit Gernsbach das Interesse daran. Dieses war so groß, dass innerhalb von 45 Minuten bis auf zwei alle Bänke weltlichen Motiven zugeführt waren.

Die letzten Renovierungsarbeiten in der Liebfrauenkirche laufen. Der erste feierliche Gottesdienst in der frisch sanierten Kirche ist für den ersten Advent geplant. Fast ein Jahr hatten in dem Kirchenraum die Handwerker das Sagen.

Spenden fließen ins Sanierungsbudget

Für die Kirchengemeinde war jetzt der Zeitpunkt gekommen, im südlichen Seitenflügel Platz zu schaffen für die neue Bestuhlung. An dieser Stelle sollen zukünftig Stapelstühle stehen, um flexibler auf die Bedürfnisse der Kirchenbesucher reagieren zu können. Ursprünglich wünschte sich die Gemeinde einen Gebetsraum innerhalb des Kirchengebäudes. Doch man habe sich nach ausführlicher Diskussion innerhalb des Pfarrgemeinderats dagegen entschieden, meinte dazu im BT-Gespräch Pfarrer und Dekan Josef Rösch.

Für eine Spende konnten die schweren, drei Meter langen Holzbänke – die Rückenlehne misst 80 Zentimeter – am Samstagnachmittag erworben werden. Vier davon verließen die Kirche bereits in Richtung Jugendhaus, das zu den ersten Abnehmern zählte. Die Besichtigung erfolgte coronabedingt nur nach telefonischer Anmeldung. Die so generierten Einnahmen finden wiederum Verwendung für die umfangreichen Sanierungsarbeiten. Die Helfer des Lieferdienstes hatten an diesem Nachmittag ordentlich was zu schleppen. Ein Muggensturmer griff erst einmal zum Akkuschrauber, um die Sitzflächen von den Metallgestellen zu entfernen. Auf ein handliches Format gebracht, ließen sich die Bänke einfach besser verladen. Danach gefragt, was er denn mit diesen vorhabe, lautete die Antwort des Hobbybastlers: Die eine oder andere Bank werde er kürzen. Das Holz eigne sich zudem für Neues wie ein Möbelstück. „So gesehen ein echter Karriereschub für eine Kirchenbank.“

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Erstellt:
8. November 2020, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 58sec

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