Großspende für das Pfarrhaus

Gaggenau (tom/er) – Freude bei der katholischen Kirchengemeinde: Der Verein Menschen für St. Laurentius unterstützt die Außensanierung des Pfarrhauses mit 31.000 Euro.

Frisch saniert ist das Pfarrhaus. Nun hofft man auf Fortführung in der Außenanlage. Foto: Thomas Senger

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Frisch saniert ist das Pfarrhaus. Nun hofft man auf Fortführung in der Außenanlage. Foto: Thomas Senger

Das fast 300 Jahre alte historische Pfarrhaus war in einem „äußerst sanierungsbedürftigen Zustand“ bilanzierte Vereinsvorsitzender Heinz Goll. Dies gelte weiterhin für den Hof und das Nebengebäude. „Wir wollen den Pfarrhof auch für unsere Veranstaltungen nutzen und haben daher der Pfarrgemeinde angeboten, bei einer Sanierung auch finanziell zu helfen.“

Da das Pfarrhaus am dringlichsten war, beschloss man, dort zu beginnen. Der Stiftungsrat hatte im letzten Jahr den Beschluss gefasst, dass es als Dienstwohnung für den Pfarrer der Seelsorgeeinheit Gaggenau erhalten wird.

Der Euphorie folgte Ernüchterung, denn die Forbacher Architektin Heike Wunsch hatte Kosten für die Sanierung ermittelt, die von der Pfarrgemeinde allein nicht zu schultern waren. Als Bausumme geht man von 340.000 Euro aus. Die Erzdiözese Freiburg übernimmt etwa ein Drittel. Ein weiteres Drittel wurde als Bankdarlehen aufgenommen. Der Rest wird als Eigenanteil finanziert. Durch Vorstandsbeschluss wurde die Unterstützung der Sanierung mit 31.000 Euro genehmigt. „Diese finanzielle Unterstützung entspricht der Satzung unseres Vereins“, betont Heinz Goll.

Umfangreicher als erwartet

Der erste Bauabschnitt ab Juni 2019 sah eine komplette Neudeckung des Dachs vor. Außerdem wurden im Dachstuhl einzelne Balken ersetzt und das Dach energetisch isoliert. Darüber hinaus wurden drei der aus den 1980er Jahren stammenden Fenster gegen Schallschutzfenster ersetzt. Eine Kernbohrung am Pfarrhaus hatte außerdem gezeigt, dass sich der Putz an der Fassade löst. Daher musste dieser an der gesamten Fassade entfernt und erneuert werden. Zudem standen Steinmetzarbeiten am Natursteinsockel des ältesten Rotenfelser Wohnhauses in Steinbauweise an sowie Malerarbeiten. Schließlich wurde die Terrasse um circa einen Meter abgesenkt und an das Niveau des Gartens angepasst.

Nun hoffe man, so Goll, dass sich der zweite Sanierungsabschnitt (Hof und Nebengebäude) bald anschließen werde „und das ganze wertvolle, historische Ensemble im neuen Glanz erstrahlt. Wir möchten, dass das historische Ensemble zu einer Begegnungsstätte wird, zu einem Treffpunkt, für Veranstaltungen, Konzerte, Feste.“ Pfarrer Tobias Merz machte deutlich, dass ohne die finanzielle Unterstützung des Vereins die Sanierung nicht möglich gewesen wäre. „Ohne diesen Betrag hätten wir die Sanierung in Freiburg nicht durchgekriegt.“ Dank gebühre auch den Handwerkern für ihre „hervorragende Arbeit“.

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Erstellt:
5. Oktober 2020, 16:00 Uhr
Lesedauer:
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