Großspielplatz und Hundefläche auf Agenda

Rastatt (ema) – Stadtplaner Markus Reck-Kehl hat im technischen Ausschuss die weitere Stadtgestaltung skizziert. Was neu ist: ein Großspielplatz und eine Hundefreilauffläche auf der Baldenau.

Vorgeschmack auf das Innenstadtbegrünungskonzept: Die Spalierbäume in der Schlossstraße im Juli 2020. Foto: av

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Vorgeschmack auf das Innenstadtbegrünungskonzept: Die Spalierbäume in der Schlossstraße im Juli 2020. Foto: av

Als Markus Reck-Kehl bei der Haushaltsberatung im technischen Ausschuss die Ziele der Stadt- und Grüngestaltung in Rastatt vorlegte, war von vielen bekannten Plänen zu lesen und zu hören. Überraschen konnte der Stadtplaner hingegen mit zwei Vorhaben, auf die gerade Bürger schon längere Zeit drängen.
Zum einen kündigte Reck-Kehl an, dass die Stadtverwaltung einen Großspielplatz in Rastatt in Angriff nehmen wolle. Einen Standort nannte er nicht. Aber weil er das Vorhaben als „Vorgriff auf die Landesgartenschau“ bezeichnete, könnte die Fläche im geplanten, 47 Hektar großen LGS-Quartier liegen – eingerahmt von Oberwaldstraße, Kehler Straße (Stadtpark), dem Stadtrand sowie dem Feld auf Höhe der Zufahrt zum Mercedes-Kundencenter. Zuletzt war vor zwei Jahren aus der Bürgerschaft die Forderung nach einem Großspielplatz erhoben worden; eine Bürgerinitiative machte sich allerdings als Standort für die Grünfläche an der Sandweierer Straße im Münchfeld stark.

Personelle Verstärkung

Bei der Ausweisung von Hundefreilaufflächen kündigte Reck-Kehl ebenfalls eine Initiative an. Die Verwaltung tut sich seit Jahren damit schwer, obwohl der Gemeinderat im Jahr 2014 ein Konzept beschlossen hatte. Jetzt hat die Stadtplanung zumindest die Baldenau im Visier. Man wolle beim Segelflugplatz eine städtische Fläche bereitstellen, die noch nicht an die Luftsportgruppe verpachtet sei, so Reck-Kehl.

Dass die Stadtplanung nun mit mehr Schwung daherkommen will, begründete der Fachbereichsleiter auch mit der personellen Stärkung im Kundenbereich Ökologie. Auf der Agenda sieht der Stadtplaner ein Innenstadtbegrünungskonzept, für das eine Aktion im vergangenen Juli im Zentrum einen Vorgeschmack bot. 40 Hainbuchen und Säuleneichen positionierte die Stadt in der Schlossstraße anlässlich des Besuchs der Jury im Zuge der Bewerbung um die Landesgartenschau. Man wolle jetzt weitere Ideen sammeln.

Bei den bislang verfolgten Konzepten leitet die Stadtplanung nur sehr vereinzelt eine Bremsung ein. Das Projekt Quartiersplatz neben der ehemaligen Max-Jäger-Schule im Zay soll verschoben werden; dafür werde man dort einen Kleinkindspielplatz anlegen, dessen Geräte auch dann noch nutzbar sein werden, wenn der Platz tatsächlich angelegt wird. Gestrichen wird erst mal, als Beitrag zur Haushaltskonsolidierung, der Spazierweg am Krebsbach in Förch. Neu im Aufgabenportfolio sind die mögliche Standortentwicklung für ein Großklinikum im Rastatter Süden in Verbindung mit Wohnbebauung, die Baumschutzsatzung sowie die Bebauungspläne Markgrafen-/Lützowerstraße im Dörfel sowie Sibyllenstraße im Zay.


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