Grünes Licht für Baden Rhinos von Ordnungsämtern

Hügelsheim (mi) – Große Erleichterung beim Eishockey-Regionalligisten ESC Hügelsheim: Die lokalen Ordnungsämter erteilten die Genehmigung für die Austragung der Heimspiele vor bis zu 350 Zuschauern.

Auch in der neuen Regionalliga-Saison kann der ESC Hügelsheim auf Unterstützung in der heimischen Baden-Airpark-Arena bauen. Foto: Frank Seiter

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Auch in der neuen Regionalliga-Saison kann der ESC Hügelsheim auf Unterstützung in der heimischen Baden-Airpark-Arena bauen. Foto: Frank Seiter

Der Hinweis auf der Homepage des Vereins war schon mal vielversprechend: „Eilanfrage: Wir suchen eine Wohnung für Martin Vachal. Passend wären ein bis zwei Zimmer, Küche und Bad. Idealerweise möbliert in der Umgebung Hügelsheim – Bühl. Zeitrahmen wäre der 1. Oktober bis circa 31. März 2021.“ Und als dann am Telefon auch noch die Stimme von Vorstand Peter Seywald freudig erregt klang, war klar: Der ESC Hügelsheim hat es geschafft, der Eishockey-Regionalligist erhielt von den Ordnungsämtern in Hügelsheim und Rheinmünster grünes Licht für den Saisonstart im Oktober und damit die Heimspiele in der Baden-Airpark-Arena.
„Unser Hygienekonzept ist durchgegangen“, war Seywald nach Wochen und Monaten voller Ungewissheit spürbar erleichtert. Vor zehn Jahren hatte er den Verein mit aus der Taufe gehoben, die Bedenken waren groß, dass angesichts einer drohenden Saison-Absage der finanzielle Exodus drohte. Ganz abgesehen davon, dass die Planung von dem neuen Trainer Cedric Duhamel, der seit Monaten seine Schützlinge auf die neue Spielzeit eingeschworen hat, für die Katz gewesen wäre.

„Wir sind sehr erleichtert“

„Wir sind sehr erleichtert“, bekannte auch Sportdirektor Pascal Winkel, dessen elfseitiges Konzept die Verantwortlichen bei den lokalen Behörden überzeugte. „Ich muss noch kleine Nachbesserungen erstellen bezüglich des Belegungsplans für die Halle“, so Winkel. Oberste Prämisse hat für ihn die Abstandsregelung von 1,50 Meter für die Steh- und Sitzplätze. „Mit Bodenaufklebern wird klar gekennzeichnet, wo die Zuschauer stehen und sitzen“, erläutert das engagierte „Mädchen für alles“ des Vereins. Werden die Plätze an den entsprechenden Stellen eingenommen“, können die Zuschauer ihre Masken auch abnehmen.

Die Tickets sind zwecks der Kontaktverfolgung nur personalisiert, also im Online-Verfahren zu erwerben. Winkel: „Wir wollen aus Sicherheitsgründen möglichst keine Abendkasse aufmachen.“ Mit am wichtigsten für die Baden Rhinos, dass die Ordnungsämter maximal 350 Zuschauern Einlass gewähren. Das Spitzenteam aus Zweibrücken muss vergleichsweise mit 250 Fans Vorlieb nehmen. „Die Ordnungsämter und Bürgermeister Rainer Dehmelt haben uns sehr geholfen“, ist Seywald für die Unterstützung in schweren Zeiten dankbar.

Preiserhöhung unerlässlich

Verständlich und unerlässlich, dass der ESC wie auch die Konkurrenz angesichts der beschränkten Kapazität die Preise erhöhen muss. „Sie werden aber nicht durch die Decke gehen. Wir haben zum Glück ja auch mehr Heimspiele, nämlich 13“, sagt Winkel, der froh ist, dass weiterhin der Publikumslauf für maximal 180 Personen gestattet wurde.

Zudem wird mit der wahrscheinlichen Einsparung eines zweiten Kontingentspielers das Budget nicht belastet, da der Kanadier Graham Brulotte „Stand jetzt nicht zurückkommen wird“, so Winkel, der nochmals verdeutlicht: „Wir müssen an allen Ecken sparen, deshalb werden wir auch in den Trikots der Vorsaison antreten. Die nächste Saison steht unter dem Motto: Überleben.“

Bis zum Saisonstart am 4. Oktober in Ravensburg steht vor dem Sportdirektor und seinem Team noch ein „großer Berg Arbeit, was die Organisation betrifft“. Aber im Gegensatz zur professionellen Vorzeigeliga DEL haben die Baden Rhinos nun Klarheit. Das heimische Eis wird ab 20. September bereitet. Die seit Februar inaktiven Cracks freuen sich auf das erste Testspiel am Sonntag beim Liga-Rivalen EKU Mannheim.

Und der Tscheche Martin Vachal, dass er bald eine Wohnung über den Winter findet, um auf Torejagd gehen zu können. Dass die Mietzeit bis Ende März dauern soll, ist kein Zufall. Die Baden Rhinos wollen nicht noch einmal nach der Hauptrunde bereits die Schläger wieder einpacken.

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Erstellt:
11. September 2020, 07:00 Uhr
Lesedauer:
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