Grünes Licht für neue Feuerwache in Rastatt

Rastatt (dm) – Der Gemeinderat hat einmütig zugestimmt: Für die Rastatter Kernstadt-Feuerwehr soll für vermutlich 19 bis 24 Millionen Euro ein neuer Standort am nördlichen Stadtrand errichtet werden.

So könnte der neue Feuerwehr-Standort an der Zaystraße aussehen. Die Blickrichtung geht hier zur Innenstadt (oben links). Visualisierung: DU-plus Architekten

© BT

So könnte der neue Feuerwehr-Standort an der Zaystraße aussehen. Die Blickrichtung geht hier zur Innenstadt (oben links). Visualisierung: DU-plus Architekten

Der Gemeinderat hat einstimmig grünes Licht dafür gegeben, die alte, nicht nachhaltig sanierbare Kernstadtfeuerwache aufzugeben und einen Neubau an der Zaystraße zu planen. Stadt und Feuerwehr erhalten für das Vorhaben damit die größtmögliche Rückendeckung aus dem Gremium. Immerhin handelt es sich, wie dabei zur Sprache kam, um vermutlich das teuerste städtische Hochbauprojekt aller Zeiten – aber mit geschätzten 19 bis 24 Millionen Euro immer noch die günstigste der im Vorfeld untersuchten Varianten.

Über die virtuellen Fraktionsbänke hinweg war die Erfordernis für einen Neubau unumstritten. Dass der Standort künftig am nördlichsten Stadtrand errichtet wird, sorge zwar im Süden aufgrund der Distanz nicht gerade für Begeisterung, wie Markus Reuter (FW) feststellte. Kommandant René Hundert und OB Hans Jürgen Pütsch wiesen indes darauf hin, die Feuerwehr gesamtstädtisch zu betrachten. Im Münchfeld sei dann eben auch die Abteilung Niederbühl gefragt, wenn diese schneller vor Ort sein könnte. Ursprünglich habe man für die Kernstadt-Wache einen Standort in der Stadtmitte für wünschenswert gehalten, so Hundert, es habe sich indes gezeigt, dass es dort schlicht keinen gibt, der den Platzbedarf garantieren und auch sicher umgesetzt werden könnte. Die Zaystraße – nahe an der Kreuzung zur L77 (Nordwestumfahrung Richtung Rheinau und Tunnel) – habe sich schließlich als „der beste unter den möglichen Standorten herauskristallisiert“.

Baubeginn nicht vor 2026

Dass sich die Wehr den jetzigen Standort an der Plittersdorfer Straße auch mit den städtischen Technischen Betrieben (Bauhof) teilt, ist ein Umstand, der nun rückblickend den einen oder anderen auch etwas hadern ließ. Schließlich habe man die millionenschwere Bauhofneuordnung seinerzeit auf eben jenem Areal beschlossen, weil alle davon ausgegangen seien, dass dort auch die Feuerwehr bleibt, wie Mathias Köppel (CDU) feststellte. Man hätte also den Bauhof auslagern und das „Filetgrundstück“ folglich komplett anders entwickeln können, etwa als Wohngebiet, so Joachim Fischer (SPD). Und Herbert Köllner (FW) stellte fest, dass „wir selber dran schuld sind“, dass die Feuerwache nun eben wegen des Bauhofs nicht an gleicher Stelle neu errichtet werden könne. Daniel Götz (FuR) hoffte, dass bei der Planung des neuen Standorts auch die ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte mit ins Boot geholt werden. Das alles wird noch Zeit brauchen: Gebaut werden kann wohl frühestens in den Jahren 2026 bis 2029.

Ihr Autor

BT-Redakteur Daniel Melcher

Zum Artikel

Erstellt:
24. März 2021, 14:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 10sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.