Grundschule Oberndorf wird saniert

Kuppenheim (ar) – Die Grundschule in Oberndorf ist in die Jahre gekommen und soll nun für rund vier Millionen Euro saniert werden, wie der Kuppenheimer Gemeinderat am Montag beschloss.

Die Grundschule im Kuppenheimer Ortsteil Oberndorf wird auch in den kommenden Jahrzehnten gebraucht. Foto: Anne-Rose Gangl

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Die Grundschule im Kuppenheimer Ortsteil Oberndorf wird auch in den kommenden Jahrzehnten gebraucht. Foto: Anne-Rose Gangl

Nach der Sanierung und Erweiterung der Werner-von-Siemens-Realschule für 5,8 Millionen Euro und der aktuell laufenden Sanierung der Favoriteschule für rund neun Millionen Euro steht für die Stadt Kuppenheim schon die nächste Schulsanierung auf dem Programm. In der Gemeinderatssitzung am Montag stellte Architekt Stefan Hunzinger das Sanierungskonzept für die Grundschule Oberndorf vor. „Wir gehen davon aus, dass die Sanierung der Favoriteschule planmäßig Ende 2022 abgeschlossen sein wird“, sagte Bürgermeister Karsten Mußler. Analog soll auch die im „schönsten Ortsteil Oberndorf“ vorhandene Grundschule modernisiert werden. Die Grundschule mit Sporthalle wurde 1969 erbaut und wird als Außenstelle der Favoriteschule geführt. Jährlich werden zwischen 80 und 85 Schüler einzügig in den vier Grundschulklassen unterrichtet. Eine Schulbetreuung wird aktuell für 33 Kinder angeboten. Wie Mußler sagte, sei die Schule mit ihrer idyllischen Lage am Hang auch bei Kuppenheimer Eltern begehrt, deren Kinder den Bus nach Oberndorf nutzen. „Es besteht für uns kein Zweifel, dass wir die Grundschule auch die nächsten Jahre und Jahrzehnte brauchen werden“, so Mußler. In einer Bestandsanalyse und Machbarkeitsstudie ermittelte Architekt Stefan Hunzinger vom Büro DUplus aus Rastatt, das bereits die Generalsanierung der Favoriteschule in ihren Händen hält, den Sanierungsbedarf der Oberndorfer Schule. Vorgestellt wurde nun eine Variante, die Hunzinger als „die bestmögliche und wirtschaftlichste“ bezeichnete. „Ziel war es, relativ dezent den fehlenden Raumbedarf, Barrierefreiheit und Brandschutz in der jetzigen Kubatur unterzubringen“, sagte der Architekt. Die Baukosten werden auf rund vier Millionen Euro geschätzt. Mußler verwies jedoch auf „viele Unwägbarkeiten“. Haushaltsmittel aus dem Jahr 2020 für die Sanierung der Schule Oberndorf in Höhe von 3,1 Millionen Euro und 125.000 Euro für eine neue Heizzentrale sehen zur Verfügung. Entsprechende Förderanträge sind in Arbeit.

Kein Raum für Schulbetreuung

Grundsätzlich weise das Schulhaus mit seinen vier Klassenzimmern eine sehr gute Gebäudestruktur auf, so Hunzinger. Es fehlten jedoch ein großer Raum für die Schulbetreuung, Sanitäts-, Hausmeister- und Kopierraum, Elternsprechzimmer, barrierefreie Toilettenanlage, getrennte Umkleideräume für Mädchen und Jungen sowie die Lehrkräfte. Die benötigten Räumlichkeiten könnten jedoch innerhalb des bestehenden Gebäudes durch Umstrukturierungen realisiert werden. Mit einem Anbau zwischen Flur und den Klassenräumlichkeiten könnten neue Toilettenanlagen mit separatem behindertengerechten WC sowohl für den Schulbetrieb als auch für den Sporthallen- und Festbetrieb geschaffen werden. Der Schulteich, der 1983 bis 1985 von Lehrer Norbert Maulbetsch mit Helfern für den naturnahen Unterricht angelegt wurde und Heimat für unter Naturschutz stehende Amphibien geworden ist, müsste in Abstimmung mit Schulleitung und Artenschutz-Beauftragtem aufgegeben werden. Die vorhandenen Molche müssten umgesiedelt werden. „Nach meiner Auffassung sollte der Teich dieser sinnvollen Erweiterung nicht hinderlich sein“, so der Rathauschef. Die barrierefreie Erschließung des Schulgebäudes und der Sporthalle soll über den Schulhof und den hinteren Nebeneingang mit einer Rampe geschaffen werden. Mit Ausnahme von zwei Klassenzimmern könnte das gesamte Gebäude mit dem Rollstuhl zugänglich sein. Der Gemeinderat sprach sich einvernehmlich für die Sanierung der Oberndorfer Schule und die Beauftragung von Fachplanern aus.


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