Grundstückstausch ermöglicht Neuordnung der Infrastruktur

Rastatt (ema) – Im Industriegebiet tut sich was: Der Bolzplatz in der Alten Bahnhofstraße wird verlagert, die Murgtal-Werkstätten wachsen und die Stadt modernisiert das Kanalnetz.

Der ehemalige Bolzplatz in der Alten Bahnhofstraße gehört jetzt der Lebenshilfe und wird derzeit als Lagerfläche für Brennholz genutzt. Vetter

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Der ehemalige Bolzplatz in der Alten Bahnhofstraße gehört jetzt der Lebenshilfe und wird derzeit als Lagerfläche für Brennholz genutzt. Vetter

Ein Brennholzlager auf einem Bolzplatz? Der Anblick in der Alten Bahnhofstraße mag manchen Passanten irritieren. Dass auf dem Areal kein Ball mehr rollt, ist auf einen Grundstückstausch zwischen der Lebenshilfe und der Stadt Rastatt zurückzuführen, mit dem gleich mehrere Baumaßnahmen einhergehen. Davon soll auch die Jugend profitieren.
Ein im schriftlichen Umlaufverfahren getroffener Beschluss des Gemeinderats hat jetzt den bevorstehenden Wandel in dem Bereich zwischen Alter Bahnhofstraße und Rauentaler Straße in den Blick gerückt. Für rund 154 000 Euro wird eine Baufirma eine neue Ballspielfläche errichten. Der Bolzplatz wird einige Meter entfernt vom alten angelegt und obendrein mit zusätzlichen Angeboten aufgewertet. Neben der mit Gitterzäunen eingehausten Spielfläche samt zwei Toren wird es zwei Ständer für Streetball geben. Außerdem sollen ein Jugendtreffpunkt mit runden Sitzbögen sowie eine Bank-Tisch-Kombination und Stehhocker zum Verweilen einladen.

Jugendliche einbezogen

Laut Verwaltung wurden Jugendliche und die Gemeinwesenarbeit in die Planung einbezogen. Die Ausführung der Arbeiten ist zwischen Juni und November dieses Jahres vorgesehen.

Voraussetzung für die Verlegung des Bolzplatzes war der Grundstückstausch. Die Lebenshilfe nutzt die bisherige Ballspielfläche eventuell als Parkplatz oder Lagerfläche, sagte Geschäftsführer Martin Bleier dem BT. Derzeit werde dort von Behinderten eingeschlagenes Brennholz gelagert – ein neues Geschäftsfeld der Murgtal-Werkstätten, so Bleier. Nicht die einzige Neuerung, die die Lebenshilfe dort anpackt. In den nächsten Wochen soll der Bau einer Werkstatt hinter der neuen Lagerhalle beginnen.

Die Stadt Rastatt wiederum kann eine seit Jahren ins Auge gefasste Neuordnung der Infrastruktur in dem Bereich anpacken. Seit Mitte vergangenen Jahres wird die Kanaltrasse erneuert, was zu Straßensperrungen führt.

Damit einher geht der Neubau eines Regenüberlaufbeckens sowie eines Fuß- und Radwegs zwischen Rauentaler Straße und Alter Bahnhofstraße. Das umfängliche Projekt hat den Bau des neuen Bolzplatzes verzögert. Der sollte eigentlich schon im vergangenen Jahr in Betrieb genommen werden


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