Gruppenbeschränkungen in Kitas aufgehoben

Baden-Baden/Bühl (nad) – Ein Grund zur Freude: Die Neufassung der Corona-Verordnung Kita, die am Montag in Baden-Württemberg in Kraft getreten ist, hält eine lang erhoffte Lockerung bereit.

In Kitas dürfen Aktivitäten nun wieder gruppenübergreifend stattfinden. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

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In Kitas dürfen Aktivitäten nun wieder gruppenübergreifend stattfinden. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

„Ein wichtiger Schritt in Richtung Regelbetrieb“, so nennt Staatssekretär Volker Schebesta die seit Montag in Baden-Württemberg geltende Neufassung der Corona-Verordnung Kita. Im Wesentlichen betreffen die Anpassungen laut Mitteilung des Kultusministeriums fünf Punkte:

Kohortenbildung: Die wohl maßgeblichste Änderung für den Alltagsbetrieb – die Bestimmungen zur Kohortenbildung – wurden aufgehoben. Das bedeutet, die Betreuung der Kinder kann wieder ohne Gruppenbeschränkungen durchgeführt werden, auch bei Ausflügen, Spaziergängen und Besuchen von öffentlichen Spielplätzen. Damit sei wieder mehr kindgerechte Pädagogik möglich, beispielsweise durch mehr gruppenübergreifende Kontakte der Kinder untereinander, gibt Christoph Rukavina-Gruner, stellvertretender Fachgebietsleiter Kita-Beratung und Kindertagespflege der Stadt Baden-Baden, gegenüber dem BT an. „Den Kindern kann damit wieder ein Stück mehr der ‚normale‘ Rahmen ermöglicht werden, den sie für ihre Entwicklung benötigen“, betont Rukavina-Gruner. Auch die Stadt Bühl begrüßt laut Klaus Dürk, Leiter des Fachbereichs Bildung/Kultur/Generationen, diese Veränderung ausdrücklich. „Am meisten erwartet und erhofft“ sei diese Anpassung gewesen, denn sie erleichtere die Arbeit der pädagogischen Fachkräfte enorm. „Damit können wir dem ursprünglichen Bildungs- und Förderauftrag wieder vollumfänglich gerecht werden“, so Dürk.

3-G-Nachweis: Eltern und sonstige externe Personen müssen grundsätzlich einen 3-G-Nachweis vorlegen, wenn sie die Einrichtung betreten. Dabei darf der Antigen-Schnelltest nicht länger als 24 Stunden, ein PCR-Test maximal 48 Stunden zurückliegen. Die betreuten Kinder sind laut Verordnung von der Nachweispflicht ausgenommen, solange kein Infektionsfall in der Betreuungsgruppe auftritt, sowie Kinder, die noch nicht eingeschult sind. Für das Bringen und Abholen der Kinder ist kein 3-G-Nachweis erforderlich, informiert das Kultusministerium weiter.

3-G-Nachweis auch für Eingewöhnung benötigt

Veranstaltungen: Bei Gremiensitzungen und Veranstaltungen, die in der Einrichtung oder auf deren Gelände stattfinden, muss von den Eltern und externen Personen ebenfalls ein 3-G-Nachweis erbracht werden. Beispiele hierfür sind Elternabende oder auch Aufenthalte in der Einrichtung im Rahmen der Eingewöhnung.

Personal: Nicht-immunisiertes Personal muss weiterhin einen negativen Corona-Test vorweisen. Der Test kann in einer dafür zugelassenen externen Teststelle, wie Arztpraxis oder Testzentrum, gemacht werden. „Dadurch werden quarantänebedingte Schließungen einzelner Gruppen oder ganzer Einrichtungen vermieden – was auch wieder den Kindern zugutekommt, die zu Anfang der Corona-Pandemie auf so vieles verzichten mussten“, befürwortet Rukavina-Gruner die Testpflicht.

Kindertagespflege: Sofern die Kindertagespflege nicht durch mehrere Betreuer erfolgt, also alleine im Privathaushalt oder in geeigneten Räumen, sind laut Kultusministerium auch Testungen möglich, die nicht unter der Aufsicht einer weiteren volljährigen Person durchgeführt werden.

Ihr Autor

BT-Volontärin Natalie Dresler

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Erstellt:
5. Oktober 2021, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 13sec

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