Gustav-Heinemann-Schule: Brandsanierung dauert an

Rastatt (dm) – Größer als zuerst angenommen ist der Schaden, den im Mai ein Brand in der Gustav-Heinemann-Schule verursachte. Die Stadt vermutet Selbstentzündung eines Holzschutzmittels als Ursache.

Eingehaust: Die Aula wird dem Schulbetrieb wohl noch bis in den November hinein nicht zur Verfügung stehen. Foto: Schule

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Eingehaust: Die Aula wird dem Schulbetrieb wohl noch bis in den November hinein nicht zur Verfügung stehen. Foto: Schule

Größer als angenommen ist der Schaden, den der Brand in der Gustav-Heinemann-Schule Rastatt Ende Mai verursacht hat. Der Sanierungsaufwand bewegt sich inzwischen im sechsstelligen Euro-Bereich. Und das schulische Leben wird auch nach den Sommerferien weiter davon betroffen sein.
Im Haus laufen die Arbeiten an den betroffenen Bereichen, an Decken, Leuchten, Türen und Elektroleitungen, zudem stehen Trockenbaumaßnahmen an, wie die städtische Pressesprecherin Heike Dießelberg erläutert. Von einem brennenden Putzwagen aus hatte sich an jenem Donnerstagabend des 27. Mai der Brandrauch ausgebreitet.

Was es nun offenbar schwierig macht: Dieser drang samt Rußpartikeln und Schadstoffen durch geschlitzten (Akustik-) Holzdecke in Deckenzwischenräume, wie Schulleiter Andreas von der Forst schildert, der auch Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Rastatt ist. Stück für Stück arbeitet sich die beauftragte Fachfirma voran: Nachdem im Zuge des Brands anfangs das gesamte Dachgeschoss „außer Betrieb“ gewesen sei, seien zuletzt noch drei Klassenzimmer nicht wieder nutzbar gewesen. Diese sollen nun zu Beginn des neuen Schuljahrs wieder zur Verfügung stehen – wenn denn alle erforderlichen Materialien lieferbar sind. Für die aktuell eingehauste Aula – ein „Herzstück der Schule auch für den Ganztagsbetrieb“, wie von der Forst sagt – wird jedoch wohl erst im November wieder grünes Licht gegeben. „Wir dürfen sie noch nicht betreten“, macht der Rektor klar.

Der Schaden ist sechsstellig

Das heißt, dass man auch zu Beginn des kommenden Schuljahrs auf alternative Wege und Abläufe eingehen müsse. Der Ganztagsbetrieb der Gemeinschaftsschule lief in Folge des Brands zuletzt eingeschränkt; in der Sekundarstufe war er vor den Sommerferien ausgesetzt. Wichtig sei letztlich, dass niemand gesundheitlichen Schaden genommen hat, betont von der Forst: „Die Sicherheit der Kinder und Lehrkräfte geht vor“.

Wie hoch der Sachschaden beziehungsweis die Kosten für den Sanierungsaufwand letztlich sein wird, steht derweil noch nicht genau fest: Bisher stehe man bei 142.000 Euro, so Heike Dießelberg. Die Summe würde im Übrigen von der Versicherung übernommen.

Warum der Brand entstand, der von einem vor einem Klassenzimmer stehenden Putzwagen ausging, sei ebenfalls noch nicht final geklärt. Bei der Stadtverwaltung gehe man indes davon aus, dass eine Selbstentzündung des für die Parkettbodenpflege bereitgestellten Leinöls die Ursache war.

Wie berichtet, hatten Zeugen an jenem Abend kurz nach 22.30 Uhr zunächst ein Explosionsgeräusch gehört und dann das Feuer wahrgenommen.

Ihr Autor

BT-Redakteur Daniel Melcher

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Erstellt:
5. August 2021, 06:00 Uhr
Lesedauer:
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