Gute-Laune-Tanz gegen Corona

Rastatt (ema) – 15 Mitarbeiterinnen des Klinikums Rastatt haben bei der „Jerusalema Challenge“ mitgemacht – und ein Tanz-Video gedreht.

Auf dem Flur und vor der Klinik tanzen die Mitarbeiterinnen zum Hit „Jerusalema“. Foto: Klinikum Mittelbaden

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Auf dem Flur und vor der Klinik tanzen die Mitarbeiterinnen zum Hit „Jerusalema“. Foto: Klinikum Mittelbaden

Gute Laune in Corona-Zeit? Das geht. Und kann anstecken. Ein lebendiges Beispiel liefern zurzeit 15 Mitarbeiterinnen des Rastatter Klinikums, die mit einem Video auf Youtube gegen den Virus-Frust antanzen.

Als der Rastatter Pflegedirektor Siegfried Schröder mit der Tanz-Idee der Personalabteilung hausieren ging, fand er in Kollegin Marion Lang gleich eine Verbündete. Kein Wunder: Die gelernte Krankenschwester von der Bereichsleitung Innere und kardiologische Abteilung ist in ihrer Freizeit bei den Hördener Murgtal-Freunden Tanzgruppe Line Dance aktiv und reihte sich jetzt ein in eine weltweite Bewegung. Auch Murgtäler Fastnachtsvereine haben bei der Challenge mitgemacht.

Denn der Gute-Laune-Song „Jerusalema“ von Master KG hat schon einige Krankenhäuser-Belegschaften inspiriert, zu dem Hit ein Tanz-Video zu drehen. Man wolle eine Botschaft der Freude übermitteln in der schweren Zeit, sagt die 54-jährige Fachkraft zur Motivation, dass man auch als Rastatter Klinikum dabei sein will. „Trotz der schwierigen Zeit halten wir zusammen und sind stark.“

Im Flur und vor der Klinik gedreht

Um das Video umzusetzen, fragte Marion Lang in verschiedenen Abteilungen nach, wer denn Interesse habe. Schließlich fanden 15 Kolleginnen zusammen. Wäre nicht Corona mit den Abstandsgeboten, hätten sogar noch mehr Mitarbeiter mitgetanzt, freut sich die auf die Schnelle erkorene Tanztrainerin über die Resonanz. Die vorgegebenen Schritte konnten die Teilnehmerinnen im Internet abschauen. Nur einmal in der Freizeit probte das zusammengewürfelte Ensemble. Dann wurde gefilmt: im Flur und im Freien vor der Klinik. Das größte Problem: Im tänzerischen Schwung die Abstandsgebote einzuhalten. Da gab es dann von überraschten Besuchern und Passanten gleich mal Szenenapplaus. Viele positive Rückmeldungen zu dem knapp zweiminütigen Video habe es gegeben, berichtet Marion Lang. Allein bis Dienstagmittag ist das Video fast 8.000 Mal aufgerufen worden. Schöner Begleiteffekt der Aktion: Unter den Tänzerinnen aus den Abteilungen Notaufnahme, Hygiene, Callcenter, Innere und Kardiologie seien sich Kolleginnen begegnet, die sich vorher noch gar nicht kannten. Und wer weiß, was noch folgt: Marion Lang könnte sich vorstellen, dass sich eine Art Betriebstanzgruppe bildet: „Aber erst in besseren Zeiten, wenn so was wieder erlaubt ist.“


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