Gute Stimmung beim Campingstart in Oberbruch

Bühl/Rheinmünster (kos) – Der Ansturm auf Campingplätze ist groß, seit Urlaub wieder möglich ist. Auch in Oberbruch herrscht große Freude unter den Campern darüber, dem Pandemiealltag zu entkommen.

„Sein wie du bist“: Martin und Josi Kohler kommen immer wieder gerne auf den Campingplatz in Oberbruch, um mit ihrem Wohnwagen Urlaub zu machen.  Foto: Konstantin Stoll

© kos

„Sein wie du bist“: Martin und Josi Kohler kommen immer wieder gerne auf den Campingplatz in Oberbruch, um mit ihrem Wohnwagen Urlaub zu machen. Foto: Konstantin Stoll

Auch wenn Regen und kühle Temperaturen den Frühlingsmonat Mai bisher fest im Griff hatten, herrscht auf dem Campingplatz Adam in Oberbruch vor allem ausgelassene Stimmung und eine tiefgreifende Freude darüber, aus dem Pandemiealltag wieder ausbrechen zu können.

Der Boden ist zwar stellenweise noch etwas feucht und der Badesee lockt bisher temperaturbedingt kaum Gäste ins Wasser, dennoch wirkt die Stimmung vor Ort in keiner Weise missmutig. Ganz im Gegenteil. Auf dem Adam-Campingplatz erfreuen sich die Gäste an ihrem Urlaub und an dem aufziehenden guten Wetter: Sonne und warme Temperaturen sind angesagt.

Für das Ehepaar Kohler ist klar: „Es gibt nichts Schöneres als Campen.“ Sobald die Nachricht kam, dass der Campingurlaub wieder möglich ist, griffen die beiden sofort zum Telefon, um einen Platz zu buchen. Die Wahl fiel auch aus eigenen Erfahrungen auf den Platz in Oberbruch, den sie mittlerweile zum dritten Mal ansteuern. Am Campen begeistert das Ehepaar vor allem frische Luft, Natur und die Freiheit, über den eigenen Tagesablauf im Urlaub entscheiden zu können – ohne Zeitbeschränkungen darüber, wann es Frühstück, Mittag- und Abendessen gibt.

Tapetenwechsel: „Einfach mal wieder Mensch sein“

Es ist diese Art der Flexibilität, die die Menschen auf den Campingplatz zieht, so der Tenor unter den Urlaubern. Nach Monaten der Einschränkungen wieder Spontanität genießen zu können, bringt es Jennifer Mock auf den Punkt: „Einfach mal wieder Mensch sein.“ Sie ist mit ihrer Familie seit vergangenem Samstag im Urlaub und hat seitdem Kälte und Nässe getrotzt. Allerdings merkt man davon nichts, wenn sie sagt: „Die Stimmung ist super.“

Auch für Ingrid und Bernd Festl aus dem Taubertal bestand der Anreiz in einem Tapetenwechsel. Ein Campingurlaub mache unheimlich viel Spaß und sei deutlich entspannter als im Hotel oder in der Ferienwohnung, wie sie vor ihrem Wohnmobil gemütlich am Frühstückstisch sagen. Das habe außerdem den Vorteil, jederzeit den Platz wechseln zu können und die unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten im eigenen Land zu entdecken. Auch Deutschland habe sehr schöne Ecken, was manchmal von den Einwohnern vergessen würde, sagen die beiden. Die Umgebung der Zwetschgenstadt sei vor allem mit dem Badesee auf dem Campingareal „traumhaft schön“, weshalb sie auf dem Heimweg noch einen Zwischenstopp eingelegt haben.

In Oberbruch kommt immer wieder durch, dass es diese Lässigkeit ist, die Anreize für den Urlaub mit dem Wohnmobil schafft. Das meint auch Robert Hornberger: Der Urlauber aus Freudenstadt erfreut sich daran, wie unkompliziert das Campen grundsätzlich und wie „familiär“ die Atmosphäre sei.

Corona-Auflagen sind keine Hindernisse

Dass der Besuch nur unter Corona-Auflagen stattfinden darf, ist für die meisten Gäste laut Mitarbeiterin Daniele Schlemmer kein Problem. Unter den Gästen selbst überwiegt vor allem die Freude, wieder reisen und rauskommen zu dürfen. Von Angst vor Corona ist indes keine Spur. Dafür gibt es klar formulierte Auflagen, die zu beachtet sind: Bei Anreise müssen alle Gäste einen Negativtest, beziehungsweise einen Genesenen- oder Impfnachweis vorzeigen sowie anschließend alle drei Tage einen negativen Corona-Test vorlegen. Entgegen der Vorstellung, dass alle Campingplätze heillos ausgebucht seien, könnte jederzeit spontan gebucht werden, verrät Schlemmer. In der zweiten Ferienwoche seien nahezu alle der knapp 150 Plätze für Urlaubscamper in Oberbruch ausgebucht, danach und im Sommer gebe es aber noch genügend freie Plätze, sagte Schlemmer weiter.

Ähnlich sieht es im Freizeitcenter Oberrhein in Stollhofen aus. Geschäftsführer Andre Junkereit berichtet, dass die Mehrheit der Gäste froh ist, nach so langem Lockdown endlich wieder etwas mehr Normalität zu erleben. Das spüre man auch an der Nachfrage, die in der Hauptferienzeit um Pfingsten sehr hoch sei. Allerdings zwinge die Rückkehr einiger Firmen aus der Kurzarbeit immer wieder Urlauber, die Buchung kurzfristig wieder stornieren oder umbuchen zu müssen. Dadurch sei auch der Verwaltungsaufwand enorm gestiegen, betont Junkereit. „Wir jonglieren uns so durch“, sagt er weiter. Für die Corona-Auflagen unterhält das Freizeitcenter ein eigenes Testzelt, um den Urlaubern die Auflagen zu erleichtern.

Ihr Autor

BT-Volontär Konstantin Stoll

Zum Artikel

Erstellt:
28. Mai 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 02sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.