Hallenbad Greffern öffnet wieder seine Pforten

Rheinmünster (sre) – Gute Kunde aus Greffern: Freie Bahn für Schwimmkurse und für Schulklassen heißt es ab dem 20. September im dortigen Hallenbad. Auch das Personalproblem ist gelöst.

Das Becken ist gefüllt, der Reinigungsstaubsauger im Einsatz: Nun steht das Bad für Schulklassen und Schwimmkurse zur Verfügung.Foto: Sarah Reith

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Das Becken ist gefüllt, der Reinigungsstaubsauger im Einsatz: Nun steht das Bad für Schulklassen und Schwimmkurse zur Verfügung.Foto: Sarah Reith

Gute Nachrichten hatten Bürgermeister Helmut Pautler und Hauptamtsleiter Mathias Bethge am Dienstagabend beim Rundgang durchs Grefferner Hallenbad zu verkünden: Bereits am 20. September öffnet das Bad wieder für Schulklassen und Schwimmkurse, und auch die Öffentlichkeit darf bald wieder ihre Bahnen ziehen.
Wie berichtet, hatte es in der für die gesamte Region bedeutsamen Einrichtung zuletzt Personalprobleme gegeben: „Unser Bademeister hatte einen Dienstunfall“, berichtete Pautler bei dem Besuch der SPD-Bundestagsabgeordneten Gabriele Katzmarek. Hausmeister Oliver Stadtmüller, der auch noch Schule, Kindergarten und Turnhalle betreut, hatte zwar einige Zusatzaufgaben übernommen, doch für die Überwachung des Badebetriebs fehlte es an Personal. So hatte man sich schweren Herzens entschieden, das Bad erst einmal nur für Schulklassen, Schwimmkurse, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und Gruppen zu öffnen. Das wird nun ab Montag, 20. September, erfolgen.

Doch auch die Öffnung für die Öffentlichkeit wird bereits im Oktober angestrebt, wie Hauptamtsleiter Bethge ankündigte. „Drei Personen haben sich beworben“, berichtete er. Alle drei hätten die erforderlichen Qualifikationen, und man werde noch in dieser Woche die Gespräche führen, zeigte er sich sehr zuversichtlich, dass einer der Kandidaten den Engpass überbrücken kann, bis der Bademeister wieder auf dem Damm ist.

Endgültige Entscheidung steht noch aus

Um das Grefferner Hallenbad zumindest wieder betriebsbereit zu machen, hatte die Gemeinde 2020 rund 150.000 Euro in die Technik investiert. Doch damit ist es nicht getan: Nach wie vor steht eine Generalsanierung an, wenn das Bad auch langfristig geöffnet bleiben soll.

Vor diesem Hintergrund war Katzmarek am Dienstag vor Ort, um sich ein Bild vom Stand der Dinge zu machen. Die Bundestagsabgeordnete hatte laut Pautler einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, dass die Gemeinde für die Generalsanierung drei Millionen Euro Fördergeld vom Bund erhält. Bereits im Frühjahr war sie deshalb mit dem stellvertretenden Vorsitzenden des Haushaltsausschusses des Bundestages, Martin Gerster, in Greffern gewesen.

Testen die Wasserqualität: Gabriele Katzmarek und Helmut Pautler mit Hauptamtsleiter Mathias Bethge und Hausmeister Oliver Stadtmüller (von rechts) beim Rundgang. Foto: Sarah Reith

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Testen die Wasserqualität: Gabriele Katzmarek und Helmut Pautler mit Hauptamtsleiter Mathias Bethge und Hausmeister Oliver Stadtmüller (von rechts) beim Rundgang. Foto: Sarah Reith

Noch muss aber der Rheinmünsteraner Gemeinderat eine endgültige Entscheidung treffen, ob man das Bad saniert oder ob doch ein Neubau Sinn machen würde. Das soll in der Sitzung im Oktober Thema sein, kündigte Bethge an. Der Wunsch, auch die Zahlen für einen Neubau vorzulegen und zu vergleichen, sei aus den Reihen des Gemeinderats gekommen, erläuterte Pautler. An der Empfehlung der Verwaltung, das vorhandene Gebäude zu sanieren, habe sich nichts geändert. Am Ende werde es um bei der Entscheidung um die Wirtschaftlichkeit gehen.

Fest steht: Die Zeit drängt. Laut Hauptamtsleiter Bethge müssen die Fördergelder bis 2025 abgerufen werden, damit sie nicht verfallen. Das bedeutet: „Die Maßnahme muss bis 2025 baulich abgeschlossen und abgerechnet sein.“ Die Förderung werde über die Jahre gesplittet, auch in diesem Jahr solle schon ein Teil für Planungskosten abgerufen werden. Trotz der Unterstützung vom Bund kommt auf die kleine Kommune eine große Ausgabe zu: Die Sanierung des Bades wird laut Pautler mindestens zehn Millionen Euro kosten. Hinzu kommt ein ebenfalls hoher Betrag, wenn man danach auch die mit dem Hallenbad verbundene Turn- und Festhalle angeht.

Ihr Autor

BT-Redakteurin Sarah Reith

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Erstellt:
15. September 2021, 20:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 32sec

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