Handball: Drittes Spiel in sieben Tagen für TVS

Baden-Baden (moe) – Die Oberliga-Handballer des TVS Baden-Baden sind im Spielstress: Am Samstag steht gegen Heiningen die dritte Partie in sieben Tage an.

Sandweier Han Völker (links) blüht richtig auf. Foto: Frank Seiter

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Sandweier Han Völker (links) blüht richtig auf. Foto: Frank Seiter

Im Vorfeld war Sandro Catak durchaus etwas skeptisch gewesen: Ein Spiel an einem Abend mitten in der Woche, gegen einen vermeintlich unangenehmen Kontrahenten und dann auch noch unter verschärften Corona-Beschränkungen – dafür konnte sich der Trainer des TVS Baden-Baden einfach nicht erwärmen. Nach der Partie gegen den TSV Zizishausen jedoch war der Coach der Sandweierer Oberliga-Handballer ziemlich angetan vom vergangenen Mittwochabend. „Die Stimmung war richtig gut“, betonte Catak, obwohl nur rund 150 Zuschauer den Weg in die heimische Rheintalhalle gefunden hatten. Und auch mit der Leistung seines Teams war der Trainer durchaus einverstanden, was nicht weiter verwunderlich ist, schließlich fegte sein TVS den TSV mit 35:18 aus dem Geviert. „17 Tore Vorsprung – das muss man in dieser Liga erstmal schaffen“, sagte Catak und lobte munter weiter. „Die Jungs haben das gut gemacht. Die Abwehr stand wieder extrem sicher und unser Tempospiel war überragend“, bilanzierte der Sandweierer Übungsleiter.

Belastung auf mehrere Schultern verteilt

Angesichts des mehr als deutlichen Spielverlaufs (7:1/14.; 15:7/30.; 25:9/41.) konnte Catak seine Sieben „munter durchwechseln“. Schon von Beginn an hatte er Routinier Christian Fritz auf der Bank festgetackert und stattdessen Maximilian Strüwing 60 Minuten spielen lassen. Zudem standen mit Julian Schlager, dem bärenstarken Han Völker (Foto: Frank Seiter), der „richtig aufblüht“ (Catak), Matthias Seiter sowie dem von seiner Verletzung mittlerweile genesenen Jeremias Seebacher vornehmlich junge Akteure auf der Platte. „Und es gab trotzdem keinen Leistungsabfall“, freute sich Catak. Weiterer positiver Nebeneffekt: Die Belastung wurde auf viele Spieler verteilt. Das ist insofern wichtig, da der TVS bereits am Samstag erneut vor heimischem Publikum den TSV Heiningen empfängt. „Das ist das dritte Spiel in sieben Tagen“, verweist Catak auf das enorme Pensum.

„Alte Füchse beim TSV Heiningen

Zweifelsohne ist der TVS, der sich nach Minuspunkten auf Platz zwei verbessert hat (Catak: „Das ist mir komplett egal, ich habe noch nicht einmal auf die Tabelle geschaut!“), gegen den Rangelften erneut favorisiert. Doch der Coach warnt vor den „alten Füchsen“ beim TSV: Das Team vom Fuß der Schwäbischen Alb hat sich vor der Runde mit Simon Dürner und Andreas Schaaf verstärkt, die aber beide zuletzt nicht zum Einsatz kamen. Felix Kohnle allerdings schon, dessen Kreise Catak einengen lassen will.

Sollte das gelingen, darf der TVS den sechsten Sieg in Serie bejubeln – und der Trainer vielleicht doch mal aufs Tableau schauen.

Ihr Autor

BT-Redakteur Moritz Hirn

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Erstellt:
26. November 2021, 10:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 15sec

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