Handball: Tendenz in Richtung Zweiteilung

Baden-Baden (moe) – Beim Südbadischen Handballverband denkt man darüber nach, wie man den Spielbetrieb wieder aufnehmen könnte, wenn es die Corona-Zahlen zulassen. Demnächst werden die Clubs befragt.

Über den Modus der neuen Saison ist noch nicht entschieden. Foto: Frank Seiter

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Über den Modus der neuen Saison ist noch nicht entschieden. Foto: Frank Seiter

Mittlerweile schaut Alexander Klinkner wieder fast täglich auf das Dashboard des Robert-Koch-Instituts (RKI) und scannt die Inzidenzzahlen. Auch wenn dort nach wie vor die Farbe Rot vorherrscht, ist die allgemeine Tendenz doch deutlich erfreulicher als noch vor einigen Wochen. Das stimmt auch den Präsidenten des Südbadischen Handballverbands (SHV) ein wenig positiver, dass in absehbarer Zeit der Ball wieder fliegen kann. „Darauf arbeiten wir alle hin“, sagt Klinkner. Im Mai werde es wohl auch noch nicht klappen, wahrscheinlich auch noch nicht im Juni, aber „ich hoffe, dass wir im Juli oder August draußen in Turnierform wieder Handball erleben“, sagt der 50-Jährige.

Unterteilung in zwei Staffeln

Die Spieltechniker des Verbands arbeiten derweil im Hintergrund auch an einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs. Wann und in welcher Form es diesbezüglich weitergehen kann, ist aktuell noch unklar. Ein kleines Stück weiter, zumindest was den Modus anbelangt, sind die Vereine des badischen Verbands. Dort konnten die Vereine zwischen zwei Varianten wählen und haben sich mit rund 60 Prozent für eine modifizierte Version entschieden, die in ihrer Form dem Prozedere ähnelt, wie es in der letztlich abgebrochenen Saison 2020/21 auch in den hiesigen Landesligen sowie in der Südbadenliga praktiziert wurde. Bei den nördlichen Nachbarn werden die Badenliga sowie die Verbandsligen nach regionalen Gesichtspunkten in jeweils zwei Staffeln unterteilt. Es soll eine Vor- und Rückrunde gespielt werden, mit anschließenden Entscheidungsspielen um den Auf- beziehungsweise Abstieg.

In Südbaden ist über die Vorgehensweise noch nicht entschieden, „aber eine signifikante Präferenz bin ich bereit zu äußern“, sagt Klinkner. Der gebürtige Rastatter, der beim SV Niederbühl handballerisch sozialisiert wurde, plädiert dafür, „es so zu handhaben, wie in der vergangenen Saison“.

Vereine werden befragt

Also quasi analog zum Prozedere in Nordbaden. „Das gäbe uns die Möglichkeit, mit der Saison notfalls auch später zu beginnen, die Runde gegebenenfalls zu unterbrechen oder einzelne ausgefallene Spiele trotzdem im Spielplan noch unterzubringen“, führt Klinkner aus: „Deshalb glaube ich, dass wir in diese Richtung gehen sollten. Nichtsdestotrotz wollen wir das noch mit den Vereinen besprechen“, so der SHV-Präsident, der nach der Resonanz aus der vergangenen Saison damit rechnet, dass die Clubs sich wieder für eine Vorrunde mit „Lokalderby nach Lokalderby“ entscheiden. „Kein Warmspielen gegen St. Georgen, sondern gleich gegen Sandweier, die Panther Gaggenau oder Helmlingen“, beschreibt Klinkner: In der vergangenen Saison waren die Rückmeldungen „extrem positiv“.

Eine Entscheidung soll „relativ schnell“ passieren. Allerdings gilt es noch, die Meldungen der Vereine abzuwarten, auf Bezirksebene laufen diese laut Klinkner noch bis Ende Mai.

Auch in Sachen Oberliga hat der SHV-Chef „eine ganz persönliche Meinung“. Klinkner würde diesbezüglich „auch eher eine Zweiteilung sehen. Mit regionaler Vorrunde und leistungsbasierter Rückrunde. Auch da werden wir die Flexibilität im Spielplan brauchen“. Durch das Votum aus Baden und das zu erwartende Plazet der SHV-Clubs erhofft sich Klinkner auch eine „gewisse Akzeptanz in Württemberg. Dann wären wir auf einem einheitlichen Weg“.

Ihr Autor

BT-Redakteur Moritz Hirn

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Erstellt:
12. Mai 2021, 16:42 Uhr
Lesedauer:
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