Hans-Thoma-Schule: Pünktlich, aber teurer

Malsch (ar) – Der Umbau und die Erweiterung der Hans-Thoma-Schule soll zum Beginn des nächsten Schuljahrs fertig werden. Damit liegt das Projekt zeitlich im Plan – allerdings nicht bei den Kosten.

Ein Millionenprojekt ist der Umbau der Hans-Thoma-Schule in Malsch. Doch der bereits erhöhte Projektpuffer wird wohl abermals nicht ausreichen. Foto: Anne-Rose Gangl

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Ein Millionenprojekt ist der Umbau der Hans-Thoma-Schule in Malsch. Doch der bereits erhöhte Projektpuffer wird wohl abermals nicht ausreichen. Foto: Anne-Rose Gangl

Die gute Nachricht, die Tilman Roth von der FC-Projektsteuerung aus Ettlingen und Architekt Dietmar Hirt dem Malscher Ratsgremium in der letzten Sitzung dieses Jahres überbringen konnten, war die Aussage, dass mit der Fertigstellung des Millionenprojekts „Umbau und Erweiterung Hans-Thoma-Schule“ termingerecht zum Schuljahresbeginn 2022/2023 gerechnet werden kann. Schlechte Nachricht: der eingestellte Projektpuffer wird nicht ausreichen.

Exakt ein Jahr ist ins Land gezogen, seit Architekt und Projektsteuerer das letzte Mal im Gemeinderat über den Stand der Baumaßnahme berichteten. Und schon vor einem Jahr musste der Gemeinderat die Erhöhung des 1,8 Millionen Euro starken Budgetpuffers um 550.000 Euro abnicken. Die Kostenprognosen für das Projekt in Malsch beziffern sich aktuell auf rund elf Millionen Euro. Grund seien einzelne Vergaben, die nicht innerhalb der Kostenberechnung gedeckt werden konnten, unvorhersehbare Arbeiten und entsprechende Nachträge, wie Roth informierte. Aktuell stehe noch ein Restpuffer von 11.748 Euro zur Verfügung, jedoch prognostizierte Roth bereits, dass eine nochmalige Erhöhung notwendig sein werde. „Die Maßnahme wird in einer angespannten Situation durchgeführt“, erklärte er.

Zwei Bauabschnitte bereits beendet

Zufrieden war man, als vor drei Jahren die erste Bauphase mit der Erweiterung um Mensa und Lernateliers abgeschlossen werden konnte. Ein Jahr später als geplant aufgrund einer unerwarteten Schadstoffsanierung starteten die Arbeiten für die zweite Baumaßnahme im Sommer vergangenen Jahres. Hierbei wurden das Schulgebäude energetisch ertüchtigt, Barrierefreiheit hergestellt sowie Brand- und Erdbebenschutz verbessert. Die baurechtliche Abnahme erfolgte Anfang November 2021, sodass die Schüler ab Mitte November wieder in ihre Klassenzimmer ziehen konnten. Sie dürfen sich über Akustikdecke, neue Wandschränke und Mobiliar sowie moderne Medienausstattung freuen.

Im August haben die Arbeiten für den dritten Bauabschnitt, den seitlichen Schulanbau, begonnen. Zu kämpfen habe man dort mit der Tragstruktur, weshalb aus statischen Gründen im ersten Obergeschoss und im Erdgeschoss Stahllasten eingeschoben werden mussten. Im Frühjahr soll die Fassade des Nebenbaus entfernt und neu gestaltet werden. Insgesamt seien noch zehn Prozent der Vergaben zu tätigen, so Roth. „Das Restrisiko ist überschaubar“, sagte Bürgermeister Markus Bechler (FW).

Ihr Autor

unserer Mitarbeiterin Anne-Rose Gangl

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Erstellt:
17. Dezember 2021, 15:44 Uhr
Lesedauer:
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