Harald Reinhard steht Rede und Antwort

Steinmauern (mak) – Ein Bürgergespräch im Restaurant „Buon Gusto“ markierte am Dienstag den Wahlkampfauftakt von Harald Reinhard, der in Steinmauern bei der Bürgermeisterwahl am 25. Oktober antritt.

Harald Reinhard hat mit Haustürbesuchen begonnen, das Bürgergespräch ist seine erste Wahlkampfveranstaltung. Foto: Markus Koch

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Harald Reinhard hat mit Haustürbesuchen begonnen, das Bürgergespräch ist seine erste Wahlkampfveranstaltung. Foto: Markus Koch

„Es gibt eine sehr hohe Zufriedenheit im Ort und das soll auch so bleiben“, meinte Harald Reinhard. Der 54-jährige Bewerber um das Amt des Bürgermeisters hat mit Haustürbesuchen begonnen. Beim Bürgergespräch stellte er seine Ziele vor und beantwortete Fragen zu kommunalen Themen. Mit 18 interessierten Einwohnern war die Zahl zwar überschaubar, und auch Reinhard hatte sich mehr Zuspruch erhofft, doch am Ende meinte er: „Wenn die 18 zufrieden nach Hause gehen, werden sie es weitererzählen.“ Der Applaus am Schluss der Veranstaltung war jedenfalls deutlich stärker als der verhalten-höfliche Beifall zur Begrüßung.

Tempo 30 auf der Hauptstraße angestrebt

Der aus dem Fränkischen stammende Harald Reinhard streifte zunächst einige Stationen seines beruflichen Werdegangs, in dessen Verlauf der Diplom-Musiklehrer zwei Musikschulen geleitet hatte und drei Jahre für den Kulturbetrieb der Lessingstadt Kamenz verantwortlich war. In seinem Heimatort Kirchheim war er sechs Jahre lang im Gemeinderat, von September 2002 bis Mai 2003 absolvierte er ein Kontaktstudium an der Kehler Hochschule für öffentliche Verwaltung. 2012 wurde er dann in Buchenbach bei Freiburg zum Bürgermeister gewählt, „die Zeit war für mich ein Auf und Ab“, meinte Reinhard, der im Februar dieses Jahres abgewählt wurde.

Anschließend ging der Bürgermeisterkandidat auf Projekte ein, die ihm für Steinmauern wichtig sind. So möchte er die erlaubte Geschwindigkeit in der Hauptstraße von 40 auf 30 Stundenkilometer reduzieren, um die lärmgeplagten Anwohner zu entlasten. „Steinmauern hat sich da mit dem Lärmaktionsplan auf einen guten Weg gemacht“, meinte er im Hinblick darauf, dass der Gemeinderat im Januar ein Fachbüro mit der Erstellung des Plans beauftragt hatte. Weiterhin sei ihm die digitale Infrastruktur an der Schule wichtig. Falls es Bedarf gebe, werde er sich für eine Verbesserung einsetzen. Im Hinblick auf den Öffentlichen Personennahverkehr überzeuge ihn der Busfahrplan „nicht so richtig“. Das Thema sei im „Spannungsfeld der Finanzen“ zu betrachten, denn der Kreistag achte darauf, Geld einzusparen beim Busverkehr: „Da muss man dann überzeugende Argumente bringen“, meinte der 54-Jährige.

Jugendbeirat soll initiiert werden

Im Rahmen des Bürgergesprächs regte eine Einwohnerin an, mehr Angebote für Jugendliche zu schaffen. Reinhard meinte, dass er gute Erfahrungen gemacht habe mit Tanz- und Theaterprojekten, die professionell geleitet wurden. Er wolle auch einen Jugendbeirat initiieren, damit sich die Jugendlichen mehr einbringen können. Ein Zuhörer beklagte, dass die Vereine von den zugezogenen Familien wenig Unterstützung bekommen. In Buchenbach habe er einen Kinder- und Jugendaktionstag mit Programm veranstaltet, bei dem sich die örtlichen Vereine vorstellen konnten, berichtete Reinhard. Er könnte sich auch einen festen Ansprechpartner für Vereine in der Verwaltung vorstellen, meinte er. „Eine Umgehungsstraße wäre wichtig“, sprach ein Gast ein weiteres Projekt an. „Die Straße soll durch ein FFH-Gebiet führen, deshalb kann ich Ihnen die Umfahrung nicht versprechen“, machte Reinhard deutlich. Im Dezember 2018 hatte das beauftragte Fachbüro dem Gemeinderat drei Trassen vorgestellt, eine davon führt nicht durch ein FFH-Gebiet und gilt als aussichtsreich. Ein älterer Steinmauerner hakte bei dem Kandidaten, der seine Erfolge in Buchenbach aufgezählt hatte, nach, warum er denn abgewählt worden sei. „Ich habe mich nach Meßstetten und nach Trier beworben und das wurde mir von den Bürgern übel genommen“, urteilte Reinhard. „Wir alle machen Fehler, was bleibt, ist die Erfahrung.“


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