Hardtschule auf der Siegerstraße

Durmersheim (ema) – Die Hardtschule ist in der engeren Auswahl für den Deutschen Schulpreis. Die Jury der Robert-Bosch-Stiftung hat jetzt 15 Schulen nominiert.

Bildungsexperten und Mitarbeiterinnen der Stiftungen für den Deutschen Schulpreis beim Besuch der Hardtschule Durmersheim. Foto: Archiv/Groß

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Bildungsexperten und Mitarbeiterinnen der Stiftungen für den Deutschen Schulpreis beim Besuch der Hardtschule Durmersheim. Foto: Archiv/Groß

„Wir sind TOP 15!“, freut sich Volker Arntz auf der Internetseite der Hardtschule. Der Rektor der Durmersheimer Gemeinschaftsschule hat erfahren, dass die Einrichtung im Wettbewerb um den Deutschen Schulpreis für die Endrunde der besten 15 Schulen in Deutschland nominiert ist. „In all dem Trubel derzeit ist das eine wirklich tolle Nachricht, und wir freuen uns schon darauf, so bald wie möglich mit euch zu feiern“, heißt es auf der Homepage.

Wie berichtet, zeichnen die Robert-Bosch-Stiftung und die Heidehof-Stiftung gemeinsam mit ARD und Zeit-Verlagsgruppe gute Schulen aus, die ihre innovativen Schulkonzepte unter Beweis stellen. Die Hardtschule hatte bereits die erste Hürden genommen, als sie von einer Jury aus Praktikern und Bildungswissenschaftlern auf Basis umfangreicher Bewerbungsunterlagen aus 81 Bewerbern in die Top 20 gewählt worden waren. Daraufhin kam Anfang Februar ein Juryteam nach Durmersheim, um die Hardtschule zu begutachten. Gespräche mit Schulleitung, Lehrern, Schülern und Eltern standen auf dem Programm; außerdem besuchten die Experten Unterrichtseinheiten und befassten sich mit Projekten.

„Wir sind richtig stolz“

Und jetzt hat es die Gemeinschaftsschule als eine von zwei baden-württembergischen Schulen in die Endrunde der besten 15 geschafft. „Das ist für uns und Euch ein Riesenlob und wir sind richtig stolz darauf, zu den Nominierten zu gehören“, heißt es auf der Internetseite.

Laut Robert-Bosch-Stiftung ist der Hauptpreis mit 100 000 Euro ausgestattet, die fünf weiteren Preisträger erhalten je 25 000 Euro. Auch die nicht ausgezeichneten Finalisten werden mit Anerkennungspreisen in Höhe von je 5 000 Euro bedacht. In welcher Form die Preise angesichts der aktuellen Situation verliehen werden, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden. Bislang geplant war, dass alle nominierten Schulen mit einer Delegation aus Schülern und Lehrkräften an der feierlichen Preisverleihung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 20. Mai in Berlin teilnehmen.

Die Robert-Bosch-Stiftung vergibt den Deutschen Schulpreis seit dem Jahr 2006 gemeinsam mit der Heidehof-Stiftung. Er gilt als der bekannteste, anspruchsvollste und höchstdotierte Preis für gute Schulen im Land. Seit dem Start des Programms haben sich rund 2 000 Schulen für den Preis beworben. Bei der Entscheidung über die Preisträger bewertet die Jury sechs Qualitätsbereiche: „Leistung“, „Umgang mit Vielfalt“, „Unterrichtsqualität“, „Verantwortung“, „Schulklima, Schulleben und außerschulische Partner“ und „Schule als lernende Institution“. Diese Merkmale sind inzwischen als Kennzeichen für gute Schulqualität allgemein anerkannt.


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