Stulz-von-Ortenberg-Schule mit neuem Führungsduo

Baden-Baden (vr) – Harmonischer Wechsel an der Stulz-von-Ortenberg-Schule in Baden-Baden: Der neue Schulleiter Jens Ohlott und sein Stellvertreter Benjamin Raithel sind ein eingespieltes Team.

Unterstützen sich gegenseitig: Benjamin Raithel (links) und Jens Ohlott sind das neue Team an der Spitze der Schule.  Foto: Veruschka Rechel

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Unterstützen sich gegenseitig: Benjamin Raithel (links) und Jens Ohlott sind das neue Team an der Spitze der Schule. Foto: Veruschka Rechel

„Geprägt durch eine gehörlose Tante und meinen Zivildienst in Australien in einem Aborigine-Kinderheim war mir von Anfang meines Lehramtsstudiums klar, dass ich an einer Schule mit Sonderpädagogischem Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) arbeiten wollte“, sagt Jens Ohlott, neuer Rektor der Stulz-von-Ortenberg-Schule.

Deshalb absolvierte der gebürtige Rastatter nach seinem Abitur am Goethe-Gymnasium Gaggenau in Ludwigsburg und Reutlingen ein Sonderpädagogik-Studium. Nach seinem Referendariat am Seminar Stuttgart und einer praktischen Ausbildung in Kleingartach bei Heilbronn wechselte er 2010 zur Stulz-von-Ortenberg-Schule des Kinderheims in Lichtental und zog mit seiner Familie nach Gaggenau. Bei seiner Einstellung hatte der 41-Jährige auf Nachfrage geantwortet, dass er sich die Mitwirkung in der Schulleitung vorstellen könne. Im Februar 2011 realisierte sich das. Jens Ohlott wurde zweiter Konrektor, 2013 stellvertretender Schulleiter, und kürzlich Nachfolger der pensionierten Schulleiterin Irmgard Hanfland.

Als Ohlott 2010 zur Stulz-von-Ortenberg-Schule kam, lernte er seinen Kollegen Benjamin Raithel kennen, der bereits vier Jahre dort arbeitete. Bei ihm, 1978 in Baden-Baden geboren und in Haueneberstein aufgewachsen, war es nicht geplant, sondern Fügung, dass er zu einer SBBZ-Schule kam. Nach dem Abitur am Technischen Gymnasium Bühl studierte er auf Realschullehramt in Freiburg in den Fächern Mathematik und Sport. Nach dem Referendariat an der Realschule Rheinmünster in Schwarzach wechselte er zur „Stulz“. Seitdem arbeitet Benjamin Raithel in Baden-Baden und lebt mit Frau und zwei Kindern in Hildmannsfeld.

„In den vergangenen 16 Jahren konnte ich viele Erfahrungen sammeln“, erzählt er. Da er sich vor einigen Jahren in die Stundenplan-Software eingearbeitet und die Schulleitung in der Stunden- und Vertretungsplanung unterstützt hatte, bekam er erste Einblicke in die Arbeit der Schulleitung. Nachdem dann klar wurde, dass die Schulleitung mit Jens Ohlott neu besetzt wird, traf er die Entscheidung, sich als sein Stellvertreter zu bewerben.

Kompetenter, offener Ansprechpartner

Ausschlaggebend war, dass er Jens Ohlott von Anfang an als Kollegen und dann als Teil der Schulleitung immer geschätzt und in ihm einen kompetenten, offenen Ansprechpartner bei Problemen gehabt hatte. „Ein respektvoller, ehrlicher Umgang miteinander und den Blick in dieselbe Richtung gerichtet – das macht uns zu einem super Team. Da wir beide unsere Ämter frisch angetreten haben und vor neuen Aufgaben stehen, unterstützen wir uns gegenseitig“, sagt Raithel. Das kann Jens Ohlott nur bestätigen: „Benjamin ist Mathematiker mit analytischer Herangehensweise, ich bin eher der Geisteswissenschaftler und Sprachen-Mensch. Diese Ergänzung ist prima.“ Sie würden ähnlich ticken, was zum Beispiel schulische Organisation und Arbeitsweise betrifft. Und: „Ich vertraue ihm.“

Haben die beiden neue Pläne für die Stulz-von-Ortenberg-Schule? „Ich sehe meine Stärken in der Entwicklung von Ideen, während Benjamin bei der Umsetzung und vor allem bei der Kommunikation mit den Kollegen eine entscheidende Rolle spielen wird“, so der Schulleiter. Letztlich würden die Kollegen die Schule gestalten. „Deshalb muss es uns gelingen, sie für unsere Ideen zu gewinnen. Darin sehe ich Benjamins größte Stärke und darin, verantwortungsbewusst gute Laune zu verbreiten und trotzdem gewissenhaft zu arbeiten und Klarheit zu schaffen.“ Die Antwort seines Stellvertreters gibt ihm recht. „Die Stärkung des Miteinanders im Kollegium liegt mir besonders am Herzen. Die Kollegen leisten tolle, aber auch sehr anstrengende Arbeit. Sobald es die Lage zulässt, möchte ich hier ansetzen und beim Teambuilding Aktionen initiieren.“

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Erstellt:
18. Oktober 2021, 18:00 Uhr
Lesedauer:
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